Vorrede.
Reue fallen, desto häufiger laufen die Ströme des lebendigen Waffers zusammen, die von dem Leibe des Heilandes fließen, Joh. 7, 28. auf eine Seele, die nach Gott geschrieen, wie der Hirsch schreyet nach frischem Wasser, Pf. 42, 1. Sch meine, der Glaube an das unendliche Verdienst Christi vermehret sich im Herzen. Er siehet das von sei nem Heiland gebüßet und versöhnet, was der Sünder verbrochen. Er fiehet das Geset erfüllet, welches dem Fleische unmöglich war zu erfüllen. Er eignet sich dieses gläubig zu, aus dem Worte zur Vergebung der Sünde und ewigen Seligkeit! So wird der Mensch lebendig, Eph. 2, 5. gerecht, Röm. 4. und selig, Röm. 8, 24. Das Undenken der herzlichen Barmherzigkeit Gottes, das Bedenken der heilsamen Gnade Gottes züchtiget ferner das ungöttliche Wesen und die weltlichen Lüste, Sit. 11, 12. die noch in den Gliedern herrschen. Der brennende Altar des Herzens wird durch das himmlische Feuer der Liebe Gottes unterhalten in der Liebe. Die Liebe führet zur Zucht; zur Gerechtigkeit und zur Gottseligkeit. Der bekehrte und nunmehr versöhnte Mensch thut rechtschaffene Früchte der Buße, Matth. 3, 8. Er sucht ein rechtschaffen Herz zu haben, das er halte die Gebote, Zeugnisse und Rechte, daß ers alles thue, 1 Chron. 30, 19. denn wer gehorsam ist in allen Stücken, der ist rechtschaffen, 2 Cor. 2, 19. Er liebet Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften, und von ganzem Gemüthe, und seinen Nächsten als sich selbst, Matth. 22, 37. Nachdem ihn
Gott


