12
Vom chriftlichen Gottesdienste.
3. Gieb, daß wir immerdar| oft vor dir andachtsvoll erscheis dich findlich fürchten mögen, da- nen. Du erfreuft unsern Geist, heim und in der Welt, auf allen wenn wir vor dich treten, Herr, unsern Wegen! Dein Segen sey dich anzubeten. mit uns, den uns dein Wort verheißt, dein Fried' in Ewigkeit, o Vater, Sohn und Geift!
2. Deines großen Namens Ruhm ist nicht auszudenken; teines Tempels Heiligthum kann dich, Herr, umschránten; doch auch hier strömt von dir Gnad'
und reicher Segen deinem Volk entgegen.
3. Von dem Weltgeräusch entfernt, das den Geift zerftreuet, sammelt er sich hier und lernt, was in dir erfreuet. Eitles Glück weicht zurück vor den höhern Gaben, die uns wahrhaft laben.
Mel. Komm, heiliger Geift x.
26. Erheb' uns zu dir, dul,
ist war
seyn wird, Ewiger! Du Uner forschter und Bekannter! du aller Himmel Erstaunen! Vor dem sein Knie der Cherub beugt und nieder seine Krone wirft! O du, vor dem bald Sünder weinen, bald Lobgefang zu stammeln wagen, Unendlicher, Unendlicher!
2. Entreiß' uns der Welt, weck uns auf von unsrer Eitelkeiten Traum! Es ruh' auf uns des Sabbaths Stille, damit im Him mel wir wandeln! O sey, wie du verheißen haft, Versöhner, mit ten unter uns! Denn fieb, in deinem großen Namen sind wir versammelt, anzubeten, Erha bener, Erhabener!
3. Laß fern von uns seyn, beilger Gott, was irdisch und nicht himmlisch ist! Zu klein sey hier im Heiligthume uns jeder Er bengedanke! Hier fühl es unfer Herze ganz, daß es im Staub ein Fremdling ift! Laß, Herr, unserm bie glaub'ge Seele steigen, hinauf zu dir, hinauf zu dir!
Mel Mache dich, mein Geift x.
27. rob versammelt find
wir hier, Vater! als die Deinen. Heil uns, wenn wir
4. Unser Herz erweitert fich, wenn wir Brüder sehen, die hier till und feierlich mit uns vor dir stehen. Jeder nennt und bekennt Welt gegeben. ihn, den du zum Leben haft der
5. Feft verknüpft der Liebe Band hier uns mit den Brüdern; alle fühlen sich verwandt, Hobe mit den Niedern. Haß und Streit wird bereut, wir verzeihn dem Feinde, werden Alle Freunde.
6. Hier wird Freudigkeit geweckt, Licht und Troft verbreitet, Sünder werden aufgeschreckt und zu dir geleitet; Noth und Schmerz lernt das Herz hier geftárkt ertragen, ohne zu verzagen.
7. Ja, dein Wort, das hier ertönt, ist das Wort des Lebens; er, uns mit dir versöhnt, bracht es nicht vergebens. Selig ist jeder Chrift, der es achtsam höret und durch Thaten ehret.
8. Gott, wir wollen oft und gern hier vor dir erscheinen und


