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Katholisches Gebet- und Erbauungsbuch für fromme Verehrer des heiligen Altarssakramentes / von Franz Leifert
Entstehung
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wie kann ich etwas thun oder zulassen, was im gering­sten wider die Reinigkeit ist! Wie kann ich etwas für nichts achten, was Dir so sehr mißfällt und über kurz oder lang in der Zeit und Ewigkeit so schreckliche Strafen nach sich zieht! Und doch, ach! ich zittere! wie leicht könnte ich bei meiner Schwachheit und bei den vielen Versuchungen und Gefahren, wie viele Andere meines Standes, das große Unglück haben!- Darum will ich Alles thun, um meine Unschuld und Reinigkeit zu bewahren; Alles will ich sorgfältig meiden, was ihr gefährlich werden könnte. Ich will meine Augen in Schranken halten; ich will nichts reden, singen und hören, thun oder zulassen, was gegen die Schamhaftig­keit ist. Besonders will ich mich in der Demuth üben; ich will mich in meiner Kleidung und in meinen Ge­bährden ehrbar und eingezogen zeigen; fern soll von mir sein aller eitler und frecher Aufpuß und alles üppige Hervorthun, was nur muthwilligen Menschen Anlaß zum Bösen gibt. Schamhaftigkeit und Sittsam­keit soll mich gegen alle Nachstellungen bewahren; das Kreuz will ich auf meiner Brust tragen als Zeichen, daß Du, mein Jesus! in meinem Herzen wohneft, damit vor demselben der Verführer zurückschrecke.

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Vor Dir, Allwissender! fasse ich den Vorsatz, daß ich nie verführerischen Schmeicheleien Gehör geben, und mich durch keine Lustbarkeiten oder Geschenke, noch durch was immer für ein Versprechen bethören und verführen lassen werde. So viele traurige Beispiele sollen mir zur Warnung sein.

Aber allen Gefahren kann ich unmöglich ausweichen; ich will daher meinem einmal gefaßten Entschlusse treu