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Wahrhaft klug ist, wer alles Irdische für Koth achtet, damit er Christum gewinne.( Phil. 3, 8.)
Und wahrhaft wohlgelehrt ist, wer Gottes Willen thut und seinen eigenen Willen aufgibt.
Viertes Kapitel.
Von der Vorsichtigkeit im Handeln.
1. Nicht jedem Worte oder jeder Einflüsterung ist zu trauen, sondern vorsichtig und bedachtsam muß man die Sache vor Gott erwägen.
Aber, o weh! oft wird Böses leichter als Gutes von dem Andern geglaubt und gesagt; so schwach sind wir!
Doch vollkommene Männer glauben nicht leicht Jedem, was er erzählt, weil sie die menschliche Schwachheit kennen, die zum Bösen geneigt ist und leicht in Worten fehlt.
2. Es ist große Weisheit, im Handeln nicht voreilig zu sein, noch hartnäckig auf seinem Kopfe zu bestehen.
Hierzu gehört auch, nicht eines Jeden


