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Reichthümer suchen und auf fie feine Hoffnung setzen.
Eitelkeit ist's auch, nach Ehrenstellen trachten und sich zu hohem Nange empor schwingen.
Eitelkeit ist es, den Lüsten des Fleisches folgen, und das begehren, was harte Züchtigung nach sich zieht.
Eitelkeit ist's, ein langes Leben wünschen und um ein frommes Leben wenig be sorgt sein.
Eitelkeit ist's, dem gegenwärtigen Leben allein Aufmerksamkeit widmen und auf das zukünftige nicht Bedacht nehmen.
Eitelkeit ist's, das lieben, was mit Blitzesschnelle vorübergeht und dorthin nicht eilen, wo ewige Freude wohnt.
5. Gedenke oft jenes Sprüchworts:" Das Auge siehet sich nimmer satt und das Ohr höret sich nimmer müde." ( Pred. 1, 8.)
Bestrebe dich darum, dein Herz von der Liebe zum Sichtbaren abzuziehen und dich zum Unsichtbaren zu erheben. Denn die ihrer Sinnlichkeit folgen, beflecken ihr Gewissen und verlieren die Gnade Gottes. 1*


