370
fie verdient durch meine Sünden. Ich Armer stand schon nahe daran, zu jenem ewigen Gefängniße verdammt zu werden, und vielleicht wäre der Richteripruch bei meiner nächsten Sünde ausgeführt worden, wenn du mir nicht mitleidsvoll deinen Beistand verliehen hättest. Nicht einmal von mir angerufen, sondern allein durch deine Güte hieltest du die göttliche Gerechtigkeit noch zurück, überwandest meine Härte und brachtest mich dahin, auf dich zu vertrauen. Und ach! in wie viele andere Verbrechen wäre ich später noch verfallen bei den Gefahren, denen ich ausgesetzt war, wenn du, liebreichste Mutter, mich nicht davor be wahrt hättest durch die Gnade, die du für mich erlangt hast. Ach! meine Königin, befreie mich auch noch ferner von der Hölle. Denn was wird mir deine Barmherzigkeit und Buneigung, die du mir schon erzeigt hast, helfen, wenn ich verdammt werde? Wenn ich dich auch eine Zeit lang nicht geliebt habe, so liebe ich dich jetzt nach Gott über Alles. O laß nicht zu, daß ich mich von dir ab wende und von Gott, der mir durch deine Fürbitte so große Barmherzigkeit


