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seinem Feinde zu rächen, dann würde Gott ein solches Gebet gewiß nicht erhören. Wenn aber einer um etwas für seine ewige Seligkeit Ersprießliches bittet. was thut es. daß er ein Sünder ist? Wäre er auch der Lasterhafteste auf der Welt gewesen, er mag nur beten und er wird gewiß erlangen, um was er bittet. Die Verheijung ist dieselbe für alle; denn Jeder, der bittet, empfängt. Luk. 11, 10. Wer bittet, sagt der heilige Thomas, braucht die Gnade, um die er fleht, nicht gerade verdient zu haben. Es reicht hin, daß er bittet, und er wird sie erlangen. Der Grund hievon liegt nach demselben heiligen Kirchenlehrer darin, daß die Kraft des Gebetes, etwas zu erlangen, nicht von dem Verdienste dessen herrührt, der da bittet, sondern von der Barmherzigkeit und Treue Gottes, der freiwillig und rein aus Güte verheißen hat, den Bittenden zu erhören. Wenn wir beten, brauchen wir zur Erlangung der Gnaden nicht Gottes Freunde zu sein; gerade das Gebet, fügt der Engelgleiche bei, macht uns zu feinen Freunden.
Was man nicht durch Freundschaft erlangt, sagt auf gleiche Weise der hei


