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beim Aufstehen thun, sondern mehrmal im Tage; beim Anhören der heiligen Messe; in unseren Betrachtungen; bei der Danksagung nach der heiligen Rommunion; beim Besuche des allerheiligsten Sakramentes; bei der Gewissenserforschung am Abend; hauptsächlich aber bei irgend einer Anfechtung, insbesondere bei der Versuchung zur Unkeuschheit. Wer hier nicht wenigstens durch Anrufung der heiligsten Namen Jesus und Maria seine Zuflucht zu Gott nimmt, wird leicht straucheln und fallen.
Jemand könnte einwenden: Ich bin ein Sünder und Gott erhöret die Sünder nicht, wie man bei dem heiligen Johannes 9, 31 liest: Wir wissen aber, daß Gott die Sünder nicht erhöret. Hierauf ist zu erwidern, daß nicht Jesus Christus, sondern der Blindgeborne dieses gesagt hat. Daher ist ein solcher Saß an sich falsch. In einem einzigen Falle, sagt der heilige Thomas, kann er wahr sein, wenn die Sünder bei Gott etwas in ihrer Eigenschaft als Sünder nachsuchen und um etwas bitten, das ihnen zur Sünde behilflich sein sollte. Einer riefe z. B. Gott um seinen Beistand an, um sich an


