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Zwar tann die Beharrlichkeit bis ans Ende, nach der Erklärung der Kirchenversammlung von Trient, Sig. 6. Kap. 23, von uns nicht verdient werden, da sie durchaus eine uns von Gott freiwillig ertheilte Gnade ist; nichtsdestoweniger, fagt der heilige Augustin, kann man die Beharrlichkeit gewissermaßen durch Bitten sich gewinnen. Daher wird, wer um Beharrlichkeit fleht, wiewohl er sie nicht verdienen kann, sie dennoch, nach dem Bater Suarez, unfehlbar erlangen. Um diese Gnade der Beharrlichkeit aber, sagt der Cardinal Bellarmin, darf man nicht blos einmal flehen, sondern man muß, um sie täglich zu erlangen, auch täglich darum bitten. Daher spricht Jesus Christus, man müsse nie aufhören zu beten, sonst könnte man der Versuchung unterliegen. Darum wachet und betet allezeit, damit ihr würdig geachtet werdet, allem dem zu entgehen, was da kommen wird, und zu bestehen vor dem Menschensohne, Lut. 21, 36. Darum ermahnt auch der heil. Paulus seine Jünger: Bittet und hört nicht auf zu beten.
Glückselig der Mensch, spricht Gott, der Mich höret, und der an meinen Thüren


