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sondern uns ermahne, zu thun, was wir können mit der Kraft der überschwänglichsten Gnade, um welche wir auch nachsuchen sollen, zum Bollbringen dessen, was wir nicht vermögen, wozu uns aber Gott seine Hilfe gewiß verleihen werde. Daher lehren auch die Gottesgelehrten gemeiniglich mit der Sarbonne,*) Gott gebe, oder biete wenigstens Allen entweder die nächste Gnade an zur Befolgung der Gebote, oder doch die entfernte des Gebetes, vermittelst welcher dann ein Jeder die nächste zur Erfüllung der göttlichen Vorschriften erlange.
Gleichwohl können wir nicht zweifeln, daß in dem gegenwärtigen Zustande der verderbten menschlichen Natur die Beobachtung des göttlichen Gebotes sehr schwer, ja sogar moralisch unmöglich ist ohne Gottes besonderen Beistand, der größer sein muß, als jener, dessen man im Stande der Unschuld bedurfte. Nun aber verleiht Gott, menschlicher Weise gesprochen, diese besondere Hilfe nur denen, die ihn darum bitten. Nach der Lehre des heiligen Augustin werden außer den
*) Theoloaische Fatult. in Baris.


