Druckschrift 
Himmelsleiter oder vollständiges katholisches Gebetbuch mit vielen Belehrungen und Betrachtungen aus den Missionsandachten und Meßgesängen / von Fr. H. Reinerding, Dr. der Theol. und Philos. u. Prof. d. Theol. im "S. Cuthbert's College Ushaw bei Durham" in Nordengland. Mit einem Stahlstich und Goldtitel. Mit bischöfl. Approbation
Entstehung
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Lieder.

Fastenlied.

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1. Laß mich deine Leiden singen,* Dir des Mitleids Opfer bringen,* Unverschuld'tes Gotteslamm!* Das von mir die Sünde nahm.* Jesu! drücke deine Schmerzen, Tief in aller Christen Herzen,* Laß mir deines Todes Pein, * Trost in meinem Tode sein.sed

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2. In's Gericht für Menschen treten,* Zum erzúrn­ten Vater beten,* Seh' ich dich, mit Blut bedeckt,* Auf den Delberg hingestreckt.* Jesu! drücke 2c.

Osterlied.

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1. Der Heiland ist erstanden,* Befreit von Todesban­den,* Der als ein wahres Osterlamm,* Für mich den Tod zu leiden fam. Alleluja! 2. Nun ist der Mensch gerettet, Und Satan angefettet;* Der Tod hat keinen Stachel mehr,* Der Stein ist weg, das Grab ist leer. Alleluja! Pfingstlied.

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1. Komm, heiliger Geist, dritte Person,* Von einer Natur Vater und Sohn,* Der du von seiner Sündenlast So manches Herz befreiet hast,* Komm, heil'ger Geist, er­wünschter Gast!- 2. Komm, heiliger Geist, auf uns jetzt herab, So wie dich einst Gott den Gläubigen gab, Als ihre noch geringe Zahl,* Versammelt im verschlossenen Saal, * Sich sehnte nach dir, du göttlicher Strahl.

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Anderer Gefang zum h. Segen.

1. Segne, Jesu! deine Heerde,* Welche dir zu Füßen fällt,* Und die Güter dieser Erde* Nur von deiner Gnad' erhält.* Herr! dein theures Fleisch und Blut* Ist das größte Seelengut,* Welches würdig zu empfangen,* Wahre Christen stets verlangen. 2. Den die Brodsgestalt bedecket, * Der du unser Heiland bist,* Den die Liebe hier verstecket, * Gib uns Segen, Jesu Christ!* Mach' verstockte Herzen weich,* Und an wahrer Tugend reich,* Stárk' uns auch mit dieser Speise* Endlich zu der Himmelsreise. 3. Der du haft für uns gelitten,* Und von Sünden machtest frei:* Ach, gewähre, was wir bitten,* Segne, Herr! und steh' uns bei,* Daß wir in der Todeszeit,* In dem allerschwer sten Streit Alle Feinde überwinden Und durch dich das Leben finden.

Stereotypie der Teubner'schen Officin in Leipzig.