Lieder.
den, Dein Name, der so liebvoll ist,* Soll stets geheiligt werden,* Dein Reich von Anbeginn der Welt* Bereitet allen Frommen,* Das laß, wenn dieser Staub zerfällt,* Für uns auch einstens kommen.
TUD
Adventlieder. I. e
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1. Thauet, Himmel, den Gerechten,* Wolken, regnet ihn herab!* Also rief in langen Nächten, Einst die Welt, ein weites Grab!* In von Gott verfluchten Gründen,* Herrschten Satan, Tod und Sünden,* Fest verschlossen war das Thor,* Zu des Heiles Erb' empor.
2. Doch der Vater ließ sich rühren, Daß er uns zu retten sann,* Und den Rathschluß auszuführen,* Trug der Sohn sich freudig an.* Gabriel flog schnell hernieder,* Kehrte mit der Antwort wieder:* Sieh! ich bin die Magd des Herrn, * Was er will, erfüll' ich gern.
II.
1. Maria sei gegrüßet,* Du lichter Morgenstern!* Der Glanz, der dich umfließet,* Verkündet uns den Herrn.* Von jeder Makel rein* Sollst du zum Menschenheile Des Höchsten Mutter sein.
2. Dein Gott zu dir gewendet* Ertheilet den Befehl! * Es eilt von ihm gesendet,* Der Engel Gabriel.* Er spricht: o Gnadenvoll'!* Gesegnet unter Weibern!* Der Herr bedenkt dein Wohl.
Weihnachtslied.
1. Dies ist der Tag von Gott gemacht,* Ich will mich herzlich freuen;* Auch mich hat heut' der Herr bedacht,* Ich will ihm Lieder weihen. Das Heil, das aus der Jungfrau Schooß,* Heut' allen Adamskindern sproß,* Ist nun für mich geboren.* Vor seiner Krippe sink' ich dann* Und bete meinen Heiland an,* In Wonne ganz verloren.
2. In meiner Bildung liegt er hier,* Den keine Namen nennen; O Gott! o Kind! gelång' es mir,* Die Gutthaten ganz zu kennen:* Du stiegest von dem Thron herab, Den dir mit sich dein Vater gab,* Um hier für mich zu leis den;* Du wähltest, mir zu nüßen heut',* Für Ueberfluß die Dürftigkeit,* Den Stall für Himmelsfreuden.


