Zwölfte Betrachtung.
weder Gegenwärtiges, noch Zukünftiges, noch irgend ein anderes Geschöpf mich trennen kann von der Liebe Gottes."
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III. Punft. Betrachte endlich, daß Gott wegen seiner unendlichen Vollkommenheit deine Liebe verdient. Ja, die Liebenswürdigkeit Gottes wegen seiner unendlichen Vollkommenheit ist so groß, daß die höllischen Geister, wenn es ihnen einen Augenblick, ihn zu schauen, vergönnt wåre, alsbald ihren unauslöschlichen Haß mit der größten Liebe gegen ihn vertauschen würden; seine Schönheit ist so groß, daß die Beraubung ihres Anblickes eine größere Quaal für die Verdammten bildet, als alle anderen Strafen um das Tausendfache gesteigert. Und wie sollte es auch anders sein? Gott, das unendliche vollkommne Gut, kann als solches nicht gehdrig erkannt werden, ohne mit unwiderstehlicher Liebe Alles an sich zu ziehen und mit unaussprechlicher Wonne zu erfüllen. Aber um so mehr sollst du dann, meine Seele! von Liebe zu Gott entzündet werden. D, wie thöricht würdest du nicht handeln, wenn du noch ferner wohl die geschöpflichen Dinge, nicht aber den unendlich liebenswürdigen Gott auf das Inbrünstigste lieben wolltest! anusulok?
Gemüthsbewegungen. a) Acte des Glaubens. Ja, ich glaube, mein Gott! daß du mich liebst. Du hast mich, ehe ich war, geliebt, haft mich erschaffen, erhalten und mit so vielen Gütern des Leibes und der Seele beschenkt; du hast dich meiner, als ich mich noch in deiner Feindschaft befand, erbarmt und deinen eingebornen Sohn für mich hingegeben, haft mich in der Taufe geheiligt, so oft mir Verzeihung zu Theile werden lassen, so viel Gnade zur Wirkung meines Heiles mir vorbereitet, in so vielen Verhältnissen meines Lebens mich geleitet, geführt und unterstützt. O wie groß ist doch, mein Gott, deine Gnade gegen mich! Was habe und bin ich, als durch dich! Ucberdies bist du der unendlich lie benswürdige Gott, und nie kann ich dich so lieben, wie du, wegen deiner unendlichen Vollkommenheit, es verdienst.
b) Acte der Liebe. Und einen so gütigen und lies benswürdigen Gott sollte ich nicht lieben! Fern sei es von mir, dich nicht wieder zu lieben für die große Liebe, mit welcher du mich wider all mein Verdienst so sehr geliebt haft. Wie sollte ich nur den Gedanken ertragen können, daß tu Alles für mich, und ich Nichts oder doch wenig für dich gez
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