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Achte Betrachtung.
der Zweck, den sich Christus in diesem Kampfe vorgesetzt hat, und der da ist die Ehre Gottes und das Seelenheil der Menschen, also auch dein eignes Seelenheil, ein solcher, daß Keiner sich seiner Nachfolge entziehen kann. Wo hat demnach ie ein Fürst seinen Getreuen so billige Bedingungen gestattet, daß ihre Feigheit schmählicher gewesen wäre, als sie es in dem Kampfe sein würde, den Christus zu kämpfen gekommen ist!
II. Punkt. Dazu kommt noch, daß die Theilnahme an diesem Kampfe auch eben so ehrenvoll ist. Denn wer ist derjenige, dem du folgen sollst? Ist er nicht der König der Könige und der Herr der Herrscher? Und was kann ehrenvoller sein, als einem so mächtigen Gebieter zu dienen? Wie erhaben ist ferner der Dienst, zu dem du eingeladen wirst! Keiner tritt in die Schaar der Streiter Christi, ohne damit zu einer Würde zu gelangen, welcher keine irdische Würde zu vergleichen ist, indem er als Mitstreiter Christi nach dem Ausdrucke der heil. Schrift König, Freund und Kind des Allerhöchsten und Erbe des himmlischen Reiches wird. Wo gab es demnach je einen Kampf, der für die Theilnehmer an demselben ehrenvoller gewesen wåre, als der Christi für feine Streitgenossen es ist?
III. Punkt. lleberdies fann auch die Nachfolge Christi in diesem Kampfe nur leicht und angenehm sein. Oder geht dir nicht dein göttlicher Führer selbst voran, um dir den Weg zu bahnen? Auch das erhabene Beispiel derer, welche mit dir für dieselbe Sache streiten, muß dir den Kampf erleichtern und die Beschwerden, welche er mit sich führt, dich verachten lehren. Denn welchen Muth mußt du nicht, von den Anstrengungen ermüdet, schöpfen, wenn du zu deiner Seite eine 10 große Schaar von Heiligen erblickft, welche, viel mehr, als du, ertragend, je größer die Beschwerden sind, desto freudiger kampfen, um die Siegespalme zu erringen? Schon der eine Gedanfe: ,, die und die haben es gefonnt," muß dich alle Beschwerden vergessen machen. Dazu kommt dann noch der, wunderbare Beistand, welchen dir dein göttlicher Führer leis ftet. Wo deine Kräfte nicht ausreichen, um dem Andrange der Feinde zu widerstehen, da eilt er dir mit seiner Gnade zu Hülfe; dabei besdeert er dir unter den Beschwerden des Kampfes ein solches Wonnegefühl, daß du darüber ihre Bit


