Siebente Betrachtung.
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Glückseligkeit im våterlichen Hause, sein eignes Elend und die Güte des Vaters betrachtend, sich aufmacht zur Rückkehr und höchst liebevoll wieder aufgenommen wird. O möchtest du dem verlorenen Sohne, wie du ihm in allem llebrigen ges folgt bist, auch hierin nachfolgen! Hast du nicht für die Rückfehr zu Gott dieselben Beweggründe? Siehst du nicht, wie diejenigen, welche Gott dienen, allein wahrhaft glückſelig sind? Fühlst du nicht, daß es fern von Gott nur Trubsal und Herzenleid gibt? lind was hält dich ab, die Erbarmung des himmlischen Vaters anzurufen, der nur auf deine Rückkehr wartet, um dich mit Freuden wieder aufzunehmen und in dein vergeudetes Erbtheil wieder einzuseßen?
Gemüthsbewegungen. a) Acte der Reue. Vater, ich habe gesündigt. Ich habe in die Hölle hinabgestürzt zu werden verdient, und doch hast du mich bis dahin nicht bloß verschont, sondern ladest mich auch so freundlich zur Rückfehr ein, immer zu begnadigen bereit, wenn ich deine Gnade nur mit bußfertigem Herzen anrufe. Du breiteft schon deine liebevollen Arme aus, um mich zu empfangen, hältst das Ehrenkleid deiner Gnade bereit, um mich damit zu zieren, und rüstest das Gastmahl deiner Liebe her, um mich damit zu erquiden. O unendliche Liebe und Erbarmung! Wer sollte, hätte er auch ein Herz von Stein, einer solchen Liebe widerstehen! Ich komme daher zu dir zurück, und du, Vater der Barmherzigkeit! wirst das zurückkehrende Kind nicht zurückweisen. D, daß ich dich je beleidigt habe! ich der Diener bich, meinen Herrn, ich ein Mensch dich, meinen Gett, ich ein Kind dich, meinen Vater- und einen so liebevollen Vater - nach so vielen Wohlthaten und auf solche Weise! D, wer gibt mir Thränen wie Wasserströme, um meine Sünden zu beweinen!
b) Acte der Verdemüthigung. Ach! ich bin nicht würdig dein Sohn zu heißen. Wie sollte ich unwürdiges, verachtungswerthes Geschöpf es wagen, meinen Blick zu dir erheben zu wollen, wenn deine Batergüte mich nicht ermuthigte? Was finde ich doch in Betrachtung meiner selbst Gutes an mir, und wie voll bin ich nicht dagegen von abscheulicher Eigenliebe und allen Leidenschaften, denen ich gedient habe! Laß mich, mein Gott! die Größe und Abscheulichkeit meiner Sünden immer besser erkennen, auf daß ich dich in


