Fünfte Betrachtung.
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nen mehr fruchten, wo die Barmherzigkeit aufhört und keine Bekehrung mehr möglich ist. Komm daher, meine Seele! durch wahre Buße und Besserung jenem Tage zuvor.
Gemüthsbewegungen. a) Acte des Glaubens. Ich glaube, mein Gott! daß ich dereinst- ich selbst und kein Anderer für mich vor deinem unerbittlichen Gerichte er scheinen werde, um über all mein Thun und Lassen, über jedes unnüße Wort- Rechenschaft zu stehen, weil du, die ewige Wahrheit, es gelehrt hast.
b) Acte der Furcht. D fürchterliche, aber unvermeidliche Stunde! Wie wird es mir Elenden gehen, wenn der Herr mich nach meinen Werken richten wird! Was werde ich antworten! Wo werde ich mich vor seinem Zorne verbergen!
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c) Acte der Reue. Denn ach! was habe ich gethan! Wie konnte ich den beleidigen, der einstens mein Richter sein wird! Wie konnte ich damit die Wohlthaten vergelten, die mir aus seiner Vaterhand zufließen! Ja, jest erkenne id), mein Gott! die große Schuld, welche ich vor dir begangen habe. Doch es ist noch die Zeit der Erbarmung. Zu dieser Erbarmung meine Zuflucht nehmend, verabscheue ich aus dem tiefsten Grunde der Seele alle meine Sünden, weil ich damit dich, meinen Richter und mein höchstes Gut, beleidigt habe, und will zur Tilgung meiner Sünden alles thun, was du von mir verlangst. Habe Mitleid mit mir und erbarme dich meiner nach deiner großen Barmherzigkeit.
( d) Acte der Selbstverdemüthigung und des Vorsatzes. Zwar bin ich, mein Gott! durch meine vielen und großen Sünden höchst nichtswürdig vor dir und habe nichts Gutes, wenn du es mit der Waage deiner Gerechtigfeit wägest; ich verdiene nichts anderes, als ein Gegenstand der Verachtung zu sein und von dir ewig verworfen zu werden. Verfluchtes Fleisch! dem zu Liebe ich meinen göttlichen Richter erzurnt habe. Verfluchter Staub irdischer Güter! um dessenwillen ich das einzige Gut verloren habe. Versluchter Dunst eitler Ehre! die zu erhaschen ich gethan habe, was mich in den Augen Gottes so verabscheuungswürdig ma D, welche Thorheit habe ich begangen! Wie habe ich meine Bestimmung verkannt! Doch nicht auf meine Verdienste gestüßt, sondern auf die deines eingebornen Sohnes, bitte ich um Gnade und Barmherzigkeit. Verschmähe nicht, ewiger


