Bierte Betrachtung.
lichen Dingen: von Geld und Gut, Freunden und Verwandten 2c. entblößt und ganz allein wirst du in das Haus deiner Ewigkeit eingehen. Und das nicht bloß. Deine Ewigkeit wird zugleich bedenke es wohl- davon abhangen, ob du dieſe zeitlichen Dinge auch wirklich als das, was sie nach dem Willen Gottes sein sollen, nämlich als Mittel, um Gott zu dienen, betrachtet hast. Welch' einen Werth haben daher die zeitlichen Dinge, welchen du nachgehst? O daß du schon jetzt über ste zu denken lerntest, was du im Angesichte des Todes über sie denken wirst, wo ein großes Besißthum dir keine Freude, und ein geringes dir keinen Schmerz, sondern nur das Freude oder Schmerz bereiten wird, daß du Gott damit gedient oder nicht gedient hast! O daß du schon jetzt dahin allein dein Sinnen und Trachten richtetest, was ru im Augenblicke des Todes allein erstrebt zu haben wünschen wirst! Oder hångst du nicht vielleicht an irgend Etwas mit unordentlicher Liebe, so daß du darüber dein Herz zwischen deinem Schöpfer und dem Geschöpfe theilst und dir Strafen, vielleicht die Strafe der Hölle, bereitest? Denke darüber ge hörig bei dir nach und mache die geeigneten Vorsäge.
-
443
II. Punkt. Lehre des Todes über Ehre und Ansehen vor der Welt. Was wird ferner, wenn einmal der Tod kommt, aus deiner Ehre und deinem Ansehen vor der Welt? Ach! auch diese werden sich wie Dunst auflösen und verschwinden; mit dem letzten Glockengeläute wird man dir die letzte Ehre erweisen, und bald wird man deiner gar nicht mehr gedenken. Was wird es dir dann nügen, dieses oder jenes einst gewesen zu sein? Was wird es dir nicht vielmehr schaden, wenn du, dem leeren Dunste eitler Ehre nachgehend, den Dienst Gottes vernachlässigt haft und dafür verdammt wirst? Es gibt nur eine Ehre, welche Werth hat, weil fie über das Grab hinaus dauert, die Ehre bei Gott. Frage dich daher ernstlich, ob deine Gesinnung nicht auch in irgend einem dieser Punkte eine unordentliche sei, und andere sie, ehe es zu spät wird.pod
III. Punkt. Lehre des Todes in Betreff der sinnlichen Vergnügen. Willst du deine Thorheit in deiner Liebe zu den sinnlichen Vergnügungen erkennen, so trete wieder an dein Grab, und betrachte dort das Fleisch, dem Vergnügen zu bereiten, du dich der Gefahr der ewigen Ver


