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Nachwort.
Alsdann geht auf die Seite, Daß ich mich selbst ausbreite. Wenn ich nun mit ihm spreche, Sag' ich, was mir gebreche, Was meine Seele kränke, So wie ich fühl und denke. So steht's in keinem Buche, Und eh' ich's da erst suche, Gießt sich mein Herz schon über; Das ist dem Vater lieber."
Auf die Frage, ob denn jeder, welcher recht beten lernen will, ganz in der angegebenen Weise sich vom geistigen Tode zu einem wahren Leben durchdringen müsse? antworte ich: Die Erfahrungen, von welchen hier die Rede ist, mußt du allerdings auch an deinem Herzen machen; und so lange du davon nichts weißt, bist du noch tot in deinen Sünden und haft keinen Anteil an der Gerechtigkeit, welche Chriftus am Kreuze den Sündern erworben hat, und die allein vor Gott gilt. Daß sich aber der Geift an keine Form bindet, sondern sich dieselbe selbst schafft, ist bereits oben erwähnt. Gott führt die Seinen wunderlich, und zwar jeden so, daß, wenn er nicht mutwillig widerstrebt, er auf dem nächsten Wege zum Ziele kommen fann. Sei getreu und folge seinem Zuge, so wird er auch dich selig führen und erretten, und du wirst ihn preisen. Amen.
Gott, der da reich ist an Barmherzigkeit, wolle aufs neue das vorliegende Buch mit seinem reichen Segen begleiten, und diesen Segen auch dir, lieber Leser, zu gut kommen lassen. Und somit empfehle ich dich seiner erbarmenden Liebe und dem Worte seiner Gnade.
Theophilus.
Drud von E. Buchbinder in Neu- Ruppin.


