Druckschrift 
Tägliches Handbuch in guten und bösen Tagen, enthaltend Aufmunterungen, Gebete und Gesänge für Gesunde, Betrübte, Kranke und Sterbende wie auch Sprüche, Seufzer und Gebete den Sterbenden vorzusprechen nebst Fest-Andachten ... und einem täglichen Gebetbüchlein für Schwangere, Gebärende, Wöchnerinnen und Unfruchtbare / von Joh. Friedr. Stark ...
Entstehung
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Erinnerung, Trost und Gebete für Unfruchtbare. 459 seiner Gnad' Der Höchste uns geschmücket, Die Milch, die süße Speis', welche große Gnad'! Ist, welche Gott bisher Dem Kind geſegnet hat.

3. An mir und meinem Kind' Sind Wunderding' geschehen, Das muß ich diesen Tag Zu Gottes Preis gestehen; Uns beide schüßte er; Er gab uns Kraft und Stärk', Bis er an uns voll­bracht Sein großes Wunderwerk.

4. Gethan und auch geschenkt Hat Gott in jeder Stunde Viel Gut's im reichen Maß, Ich rühm's von Herzensgrunde; Er hilft, bewahrt, er liebt, Hält uns in seiner Hut, Er thut an uns noch mehr, Als sonst ein Vater thut.

Des bin ich fröhlich heut, Mein Gott, was soll ich sagen? Du hast mein Kind und mich Auf deiner Hand getragen. Ach! segne uns hinfort, Ach! sich, wir sind ja dein, Ach! laß uns deiner Gnad' Allzeit empfohlen sein.

Erinnerung und Trost

für

Unfruchtbare.

Ich habe oftmals gottselige Ehefrauen, welche Gott ohne Kinder und Leibeserben dahin gehen läßt, hören sprechen, daß man wohl Troft, Aufmunterung und Gebet für allerlei Stände des weiblichen Geschlechts, als für Schwangere, Gebärende und Sechswöchnerinnen fände, aber, daß man die, welche Gott mit Leibesfrucht nicht er­freuen will, ohne Aufmunterung und Trost ließe. Deshalb habe ich denn, da ich den Fruchtbaren zum Trost, nach der Gnade mei­nes Gottes, einigen Unterricht erteilt, auch denen, welchen Gott keine Kinder giebt, über ihren Zustand meine Gedanken eröffnen wollen.

Wenn demnach Gott läßt Eheleute ohne Kinder sein, daß sie wie Abraham sagen: Herr, was willst du mir geben, ich gehe dahin ohne Kinder? 1 Mos. 15, 2., so sollen sie

1) gedenken, daß die Ursachen der Unfruchtbarkeit können natür­lich sein bei beiden Eheleuten; denn wie Gott nicht einerlei Natur allen Menschen giebt, also nicht einerlei Fruchtbarkeit. Wenn nun Gott diese Gabe nicht in ihre Natur gelegt hat, so sollen sie des­wegen mit Gott zufrieden sein, und wissen, daß er doch darum ihr