Morgen- Lieder.
für die Treue deiner Händ, für die Gnade, für das Leben und was du mir zugewend't. Ach zieh von mir bis ins Grab diese deine Händ nicht ab.
4. Sie sinds ja, darein gegraben steht mein Nam mit deinem Blut, die mich selbst bereitet haben, mich gekrönt mit Himmelsgut; ja, sie sinds, die bis anitt
mich verforget und beschützt. 5. Laß sie weiter mich umfaffen, weil ich ihrer eigen bin; laß sie mich, mich sie nicht lassen. Dieses ist und bleibt mein Sinn: Satan, dir entsage ich; Jesu, dir ergeb ich mich!
6. Nehmt mich drauf, ihrJesushände, schließt mich in Gott Va= ters Herz und in Jesu Blut behende, in sein Leiden, Tod und Schmerz; in des höchsten Trösters Hand schließt mich und die mir verwandt.
7. Ach mit Segen ob mir wal tet, im Gebete stärket mich, in dem Glauben mich erhaltet und daß Gott gefalle ich; macht mich Gottes Geistes voll, leben, leiden, sterben wohl.
8. Macht mich los von meinen Sünden; laßt mich einen gnädgen Gott und ein gut Gewissen finden; jagt weg Schrecken, Angst und Noth. Steht mir bei, damit
ja hier nichts Verdammlichs ſei
an
9. Seid ihr alles mir in allen: meine Hülfe, was ich thu, mein Stab, wenn ich bin gefallen, mein Schuß, wenn ich geh zur Ruh, meine Freude, wenn ich wach, mein Arzt, wenn ich krank und schwach!
10. Seid mein Leben, weil ich lebe, und verbleibet ja bei mir, wenn ich meinen Geist aufgebe, den ich euch befehle hier; macht ihn alles Leidens los und tragt ihn in Christi Schooß!
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11. Jch indeß bin voll Vergnügen, halt es für die größte Freud, daß in euch verschlossen liegen ich, die Meinen, Land und Leut. Ich leb oder sterbe nu, weiß ich, daß ich in euch ruh. Aem. Jul. Gräfin zu Schwarzburg-R.
In eigener Melodie, oder:
Vater unser im Himmelreich.
daß du
29. Jch ett t, o fi all Wohlthat, auch mich hast gnädiglich die Nacht behüt durch deine Güt, und bitt nun fort, o Gott, mein Hort, vor Sünd und Gfahr mich heut bewahr, daß mir kein Böses widerfahr.
2. Ich bfehl dir, Herr, mein Seel und Ehr, Herz, Sinn und Muth, mein Leib und Gut und all das Mein; der Engel dein hab mich in Acht, daß nicht find Macht der Feind an mir nach seiner Bgier, noch mich in Sünd mit Listen führ.
3. Auch wollest, Herr, vergeben mir durch deine Huld mein Sünd und Schuld; ich hab an dich vergriffen mich, unrecht gethan; Herr, gnad und schon zu aller Frist durch Jesum Christ, der unser einger Mittler ist.
Johann Freder.
In eigener Melodie.
30. dh bank dir, lieber Herre, du
wahrt in dieser Nacht Gefährde, darin ich lag so hart mit Finsterniß umfangen, dazu in großer Noth; daraus ich bin entgangen, halfst du mir, Herre Gott.
2. Mit Dank will ich dich lo= ben, o du mein Gott und Herr, im Himmel hoch dort oben. Den Tag mir auch gewähr, warum ich dich thu bitten und auch dein Will' mag sein; leit mich in deinen Sitten und brich den Willen mein.
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