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Heilige Lippen- und Herzens-Opfer gläubiger Seelen oder vollständiges Gesang-Buch enthaltend alte und neue Lieder aus Dr. M. Luthers und anderen christlichen Gesangbüchern, zur Beförderung der Gottseligkeit beim öffentlichen und häuslichen Gottesdienst in Pommern und an andern Orten / zuerst eingerichtet von Dr. Laurentius David Bollhagen ...
Entstehung
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Morgen- Lieder.

Auen, daß wir deine Fülle schauen und auf deinen Reichthum bauen, mit dir gehen aus und ein.

5. Amen, ja es soll geschehen! Jeſus wird heut mit uns gehen und wir werden fröhlich sehen, daß er uns nicht läßt allein.

Mel: Valet will ich dir geben.

23. Es batuns heißen treten,

Sohn mit herzlichen Gebeten vor deinen hohen Thron, und uns mit theurem Amen Erhörung zu gesagt, wenn man in seinem Na­men nur bittet, fleht und flagt.

2. Darauf komm ich gegangen in dieser Mergenstund; ach, laß mich doch erlangen, was ich aus Herzensgrund von dir, mein Gott, begehre im Namen Jesu Christ, und gnädig mir gewähre, was Seelen nüßlich ist.

3. Nicht aber mir zu geben, bitt ich aus deiner Hand, Geld, Gut und langes Leben, kein Ehr noch hohen Stand; denn dieses ist nur nichtig und lauter Eitel­teit, vergänglich, schwach undflüch­tig und schwindet mit der Zeit.

4. Jch bitte mir zu schenken ein fromm und keusches Herz, das nimmermehr mag denken auf un­ziemlichen Scherz, das stets mit Liebe flammet zu dir, Gott, him­melan, und alle Lust verdammet der lastervollen Bahn.

5. Hernach laß mich gewinnen, nach deiner großen Kraft, Kunst, Weisheit, klare Sinnen, Verstand und Wissenschaft, daß all mein Thun und Handel dir mag ge­fällig sein; laß vor der Welt mein Wandelsein ohne falschenSchein.

6. So wird von jenem allen, Stand, Leben, Chr und Geld auf meine Seite fallen, was dir, mein Gott gefällt. Man muß die Seel erst schmücken, so wirst du allge­mach den Leib auch schon be­

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glücken. Glüd folgt der Tugend nach. Georg Neumart.

Mel: Freu dich sehr, o meine. Creu dich sehr, o meine

24.

erhebe dich, und des Herren Lob erzähle, daß er dich so väterlich diese ganze Nacht beschüßt, daß dich Satan nicht beſchmißt, auch

vor

vor Betrüben bist

ganz wohl bewahrt geblieben.

2. Was für Dank soll ich dir geben, Vater der Barmherzigkeit, daß du für mein armes Leben forgest heut und allezeit, daß mich deiner Engel Wacht auch die ab­gewichne Nacht hat beschützet, daß die Sonne ich erblickt mit Freud und Wonne!

3. Nun, ohöchster, deine Gnade sei auch diesen Tag mit mir, daß teinLeid, Gefahr nochSchade mich den ganzen Tag berühr. Schüße mich durch deine Hand, mache fernerhin bekannt, daß, die auf dich, Herr, vertrauen, auf den rechten Eckstein bauen.

4. Hab ich dich nicht recht ge­liebet, und mit meiner Missethat, dich, mein frommer Gott, betrü­bet: was mein Fleisch begangen hat, leg in tiefster Reu und Leid ich hier in der Gnadenzeit, vor dein Angesicht und flehe: Hilf mir, daß ich nicht vergehe!

5. Laß durch deine Kraft mich werden frommer, und dein guter Geist leite mich auf dieser Erden, daß ich suche allermeist zu gefal­len dir, mein Hort, auch so leb an allem Ort, daß ich, wenn es kommt zumSterben, deine Freude könne erben.

6. Was ich aber soll verrichten in Gedanken, Wort und Werk, all mein Thun, Beginn und Dich­ten also führe, daß ich merk deinen Beistand in der Noth, wie im Leben, so im Tod. Laß mich