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Heilige Lippen- und Herzens-Opfer gläubiger Seelen oder vollständiges Gesang-Buch enthaltend alte und neue Lieder aus Dr. M. Luthers und anderen christlichen Gesangbüchern, zur Beförderung der Gottseligkeit beim öffentlichen und häuslichen Gottesdienst in Pommern und an andern Orten / zuerst eingerichtet von Dr. Laurentius David Bollhagen ...
Entstehung
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Morgen- Lieder.

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behüt mein Leib und Leben durch deine große Macht.

3. Es ist der Mensch auf Erden| gefällt. gleich wie in einem Streit, mit Trübsal und Beschwerden umge=

ben allezeit; wo dann dein Hülf nicht wär, so müßt er bald ver­gehen, nicht lang würd er be­stehen in so großer Beschwer.

4. Nun aber du gedenkest, was wir für ein Gemächt, darauf dein Güt uns schenkest: die hilfet uns zurecht, die hilfet allem Fleisch, die hilft in allen Nöthen; auch wenn man uns wollt tödten, hilfet sie allermeist.

Leib, mein Leben sei dir, mein Gott, ergeben; machs, wie es dir Josua Wegelin.

Mel: Gott, du frommer Gott.

* 21.rschein, du Morgen­

stern, leucht hell in mir, o Sonne, mein Heiland, wahres Licht, beständig in mir wohne; erwärme du mich ganz mit deiner Liebe Schein, und bringe lauter Licht ins neue Herz hinein.

2. Schaff du mirs neu und rein mit dem gewissen Geiste, daß ich dir reinen Dienst in deiner Liebe leiste. Mach deines Lichts mich voll, verklär den Vater ganz, daß seine Liebesbrunst mich nähr in reinem Glanz.

3. So laß mich allezeit in dir beständig wandeln, und nicht in Finsterniß noch Heuchelei was handeln. Faß mich mit deiner Hand, dein Auge leite mich, daß ich dir folge ganz, und seh allein auf dich.

5. Sieh an, herr, mein Elende, und steh mir ferner bei; vergieb mir meine Sünde; dein guten Geist verleih, daß er auf rechter Straß mich allezeit mög führen, und ich sein Trost mög spüren jeßt und ohn Unterlaß.

6. Trost hab ich hoch von nöthen, da ich stets hoff auf Gott, und wenn er mich wollt tödten, doch werde nicht zu Spott, son­dern dieser Trübsal mich christlich möge rühmen, billig dem Herren dienen in diesem Jammerthal.

7. Ach Herr, wollst mir auch geben des Glaubens Freudigkeit, Geduld, Hoffnung daneben, und viel Beständigkeit, daß ich bis an mein End den guten Kampf mög kämpfen, die Lust des Flei­

Mel: Kommt und laßt uns Christum oder: Den die Hirten lobten.

sches dämpfen, und wohl den* 22. gehet und vor allen

Lauf vollend.

Thüren stehet, klopfet an, wo man geflehet: Komm, Herr Jesu, unser Gast!

2. Nun so lasset ihn nicht dor­ten, thut ihm auf des Herzens Pforten und ruft ihn mit süßen Worten: Eile, Jesu, tehre ein!

4. Laß mich kein ander Bild in meine Seel einlassen, als dich, mein Licht und Theil, zum Licht und Leben fassen. Sei du mein einig Wort, eröffne mein Gehör, und ziehe mich dir nach, so lauf ich immer mehr.

8. Gieb mir an diesem Tage den Schutz der Engel dein, daß alles, was ich habe, möge be­wahret sein. Laß auch zur rech­ten Zeit den Tag des Heils an­brechen; die Mängel und Ge­brechen verkehr in Freudigkeit.

9. Stark bist du, Herr, und 3. Wollest täglich bei uns blei­mächtig, und fannst helfen gar ben, alle Feinde von uns treiben, wohl; ich wills lassen bedächtig uns ins Buch des Lebens schrei­gehn, wie es gehen soll. Dir sei ben und der gute Hirte sein; es heimgestellt, mein Seel, mein i 4. Weiden uns auf grüner