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Heilige Lippen- und Herzens-Opfer gläubiger Seelen oder vollständiges Gesang-Buch enthaltend alte und neue Lieder aus Dr. M. Luthers und anderen christlichen Gesangbüchern, zur Beförderung der Gottseligkeit beim öffentlichen und häuslichen Gottesdienst in Pommern und an andern Orten / zuerst eingerichtet von Dr. Laurentius David Bollhagen ...
Entstehung
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Morgen- Lieder.

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9. Weil du nun seinen Geist gekost, und seiner Gnad genossen hast, so dank ihm von Herzen.

10. Sei munter, bet mit Fleiß und wach, sieh, daß du stets in seiner Sach treu werdestbefunden.

11. Du weißt nicht, wann der Herre kömmt, denn er dir keine Zeit bestimmt, sondern stets heißt wachen.

12. So üb dich nun in seinem Bund, lob ihn mit Herzen, That und Mund, dank ihm seiner Wohlthat.

13 Sprich: O Vater von Ewig­keit, ich dank dir aller Gütigkeit, mir bisher bezeiget,

14. Durch Jesum Christum, deinen Sohn, welchem sammt dir im höchsten Chron all Engel lob­singen.

20. In Summa, was dir lieb, uns gut ist, gieb uns an Leib, Seel und Muth; wie du willst, sei dirs heimgestellt. Nur nimm uns selig von der Welt, wann dirs gefällt. David v. Schweinitz. In eigener Melodie.

15. Hilf, Herr, daß ich dich gleicher Weis von nun an allzeit Lob und preis in Ewigkeit. Amen. Michael Weiße. Wo Gott zum Haus nicht. es Morgens, wenn

Mel:

13. Der Tag vertreibt die

o Brü­

der, ſeid munter und wacht, dienet 14. Dich früh, aufsteh, und

Gott dem Herren.

Kummer, theure Zeit und ander Leid.

17. Der Obrigkeit gieb Stärk und Wiß, daß sie dein arme Kirche schüß; die dich und uns verfolgen, Herr, durch deinen starken Arm bekehr, und ihnen wehr.

18. Erlöse wer unschuldig itt um deinetwilln gefangen sitt; beschüße, die falsch sind verklagt, tröst alle, die geängst, geplagt sind und verjagt.

19. Den Armen gieb ihr Kleid und Brod, die Kranken und wer leidet Noth mit deinem Trost be­felige, die Waisen, Wittwen, Fremdlinge vertheidige.

2. Die Engel singen immerdar, und loben Gott in großer Schaar, der alles regieret.

3. Die Hähn und Vögel man­cherlei loben Gott mit ihrem Ge­schrei, der sie speist und kleidet.

4. Der Himmel, die Erd und das Meer geben dem Herren Lob und Ehr, thun sein Wohlgefallen.

5. Alles, was je geschaffen ward, ein jeglich Ding nach seiner Art, preiset seinen Schöpfer.

6. Ei nun, Mensch, so edler Natur, o vernünftige Kreatur, sei nicht so verdrossen.

7. Gedenk, daß dich dein Herre Gott zu seinem Bild geschaffen hat, daß du ihn erkennest,

8. und lieb hättestausHerzens­grund, auch bekenntest mit deinem Mund, sein also genössest.

Abends in mein Bette geh, sehn meine Augen, Herr, auf dich; Herr Jesu, dir befehl ich mich.

2. In den heiligen fünf Wun­den dein, da kann ich ruhn und sicher sein mit Leib und Seele, Hab und Gut; mein Schaß ist nur dein heilges Blut.

3. Denn, o Herr Christ, am Kreuzesstamm dein heilges Blut die Sünd hinnahm; drum ich wach oder schlafe ein, wollst du, Herr, allzeit bei mir sein.

4. Dein Engel mir stets halte Wacht; drum ich Tod, Teufel, Höll nicht acht; denn wo ich bin, bist du bei mir; mein Glück und Kreuz kommt alls von dir.

5. Ich leb odr sterb, so bin ich dein; darum ich dir die Seele mein befehl jekund und auch im Tod; nimm sie zu ir, o treuer Gott!