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Morgen- Lieder.
fahr, Sünd und Schande, zu| Willn, laß mich auch deinen Willn Wasser und zu Lande, behüt mich erfülln, daß in geduldigem Gelaß früh und spat. ich Gutes thu, das Böse laß, und Sünde haß.
7. All Tritt und Schritt, in Gottes Nam; was ich fang an, theil mir dein Hülfe mit, und komm mir früh entgegen mit Glücke, Heil und Segen; kein Bitt verfag mir nicht.
8. All mein Arbeit, in Gottes Nam; was ich fang an gereich zur Nußbarkeit. Mein Leib, mein Seel, mein Leben, welchs du mir haft gegeben, lob dich in Ewigkeit. Basilius Förtsch.
Mel: Erschienen ist der herrlich.
12.Der Tag bricht an und meine Seele, geh in dich, wie du geschlafen diese Nacht, ob du auch oft an Gott gedacht, wenn du erwacht?
2. Denn Gott sieht ins Verborgne hin, prüft auch im Schlafen Herz und Sinn. Er eifert, wenn du nicht zuerst ihm, wenn du aus dem Schlaf auffährst, den Dienst gewährst.
3. Drum walts Gott Vater, der im Geist durch Christum mich stets beten heißt. Dir will ich Opfer bringen, eh ich zum Beruf und Arbeit geh, wenn ich aussteh.
4. Was soll ich aber opfern dir? Ist doch schon alles dein an mir; ja, eben das ist mein Gewinn, wenn, weil ich mich ganz schuldig bin, dir gebe hin.
5. Ich gebe dir die Seele hin; ach richte dein Reich auf darin, daß sie von deiner Gnad regiert, mit Glaub und Gottesfurcht geziert, bleib unverführt.
6. Ich geb und opfre dir mein Herz, ach nimms und ziehs in Lieb aufwärts, daß ich mich stets im Geist erheb, an dem, was irdisch ist, nicht kleb, nach Gott nur streb.
7. Ich opfre dir ganz meinen
8. Sinn und Verstand, und was ich denk, ich dir zum Morgenopfer schenk; hilf daß kein böſer Anschlag mir einkomm, und was ich im Sinn führ, gefalle dir.
9. Ich opfre dir die Zung und Mund, und mache mit dir diesen Bund, daß heute diesen Tag und fort von mir kein Fluch noch falsches Wort nicht werd erhört.
10. Die Werke, was ich laß und thu, ergeb ich dir, regier ſie du
Nuß, des Vaterlandes Trost und Schutz, der Bösen Truß.
11. Daß ich, dir ganz geopfert auf, heut und den ganzen Lebenslauf, des Fleisches sündliche Begier verleugne, ganz absterbe mir, und lebe dir.
12. Sei du stets bei mir un in mir; mit deinem heilgen Geist mich führ; durch deiner lieben Engel Schaar vor allem Schaden und Gefahr mich heut bewahr.
13. Verleih der Nahrung und Gewerb Gedeihen, Segen, ohn Verderb, daß alles dir zu Lob und Dank, was ich in dem Beruf anfang, gut End erlang.
14. Auf daß ich ehrbar und in Ruh mein Leben möge bringen zu, die Lebensnothdurft mir bescheer, daß Armuth nicht mein Herz beschwer, mich ehrlich nähr.
15. Ein fröhlich Herz, gesunden Leib, gieb mir, den Freun den, Kind und Weib; gieb, daß ich den Feind überwind mitSanftmuth, und Gehorsam find bei dem Gesind.
16. Erhalt auch unser Vaterland in guter Ruh und Friedensstand; wend ab Aufruhr, Brand, Krieg und Streit, Pest, Hunger,


