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Neu eingerichtetes Freiberger Gesangbuch nebst einem Anhang neuer Lieder
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Kirchengebete.

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Vermögen nicht besser anwenden können, als wenn sie Geschöpfe glücklich machen, für die du durch Jesum, deinen Sohn, so viel gethan haft, in denen sie fort leben, und durch welche sie Wohlthäter der Nachwelt werden können. Deine Liebe zu uns, o Gott! ist auch eine weise Liebe. Du gebrauchst allezeit die rechten Mittel, uns glücklich zu machen, suchst bald durch Freuden, bald durch Leiden uns zu gewinnen und giebst uns nie Etwas, das uns schädlich werden könnte, so sehnlich wir es auch wünschen. O möchten doch alle Väter und Mütter auch so weise in der Liebe zu ihren Kindern sein! Bewahre sie vor der Verblendung jener falschen Liebe, welche Kinder ver­zieht, bei ihren Unarten zur Unzeit schweigt, ihre Fehler begünstiget und ungestraft läßt. Mache ste weise, Güte mit Ernst so zu verbinden, daß Liebe und Ehrfurcht gegen sie in den Herzen der Kinder zu­gleich wachse und dadurch das Böse ge­hindert, das Gute befördert werde. Du, bester Vater! erziehest uns hier vor­züglich für die Ewigkeit. So zärtlich du für unsern Leib und unsre irdische Wohl­fahrt sorgest: so thust du noch weit mehr, unsern Geist zur Weisheit und Tugend zu bilden, ihn ewig zu beglücken. O daßß doch auch aller Neltern erste und vor­vorzüglichste Sorge sein möchte, den Ver­stand und das Herz ihrer Kinder anzu- Gott! groß von Macht und Güte, mit bauen und zu veredeln, sie zu dem Ge- dankbarer Freude erhebt sich unser Herz nusse höherer Glückseligkeit fähig zu jetzt zu dir und preiset dich, daß du die machen! Erwecke Aeltern und Herr- Gebirge unsers Vaterlandes und unsrer schaften, über ihre Kinder und Dienst- Gegend mit Metallen und Mineralien boten zu machen, daß nicht böse Beispiele so reichlich gesegnet und zur Entdeckung sie verführen, daß sie vielmehr durch ihr und Ausförderung derselben den Berg­eigenes Wohlverhalten die Jugend zur mann so weislich geleitet, so mächtig Nachahmung reizen. Ueberzeuge daher, unterstützt hast. Wie sehr hat sich da­Allgütiger! alle Aeltern von dem hohen durch deine väterliche Fürsorge an uns Werthe des Schulunterrichts, damit sie verherrlicht! Welche Quellen des Segens ihn als die größte Wohlthat erkennen und und des Wohlstandes hast du durch den heute dir nicht nur für Erhaltung unsrer Bergbau unter uns eröffnet! Möge doch Schulen mit gerührtem Herzen danken, der Anblick unsrer Gebirge uns stets sondern auch fünftig ihre Kinder früh- daran erinnern, wie auch sie voll find zeitig und anhaltend diesen wohlthätigen deiner Güte! Möge jeder Vortheil, den Unterricht genießen lassen. Mache Allen, uns der Grubenbau schenkt, uns zu die bisher diese Pflicht verletzt, es recht immerwährendem Danke gegen dich ver­fühlbar, welches Undants sie sich gegen pflichten! Gott, du Gott des Segens! ihre Kinder dadurch schuldig gemacht erhalte, vermehre den Flor des Berg­haben. Segne aber auch künftig, All- baues hier und überall! Schenke auch, gütiger! den Unterricht der Schulen zur wenn es deiner Weisheit gefällt, für die Erweiterung des Reiches deines Sohnes,| Zukunst gute Anbrüche und gründe nicht

Berggebete.

zur Vermehrung nüßlicher Kenntnisse und guter Gesinnungen unter uns! Laß in unsern Schulen alle Kinder zu treuen Unterthanen, zu brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft und zukünf­tigen Bürgern des Himmels gebildet werden! Rüste die Lehrer zur glücklichen Führung ihres Amtes mit Kräften des Geistes und des Leibes aus, führe ihnen recht viel lernbegierige und folgsame Schüler zu, damit sie mit Freuden und nicht mit Seufzen ihr Amt verwalten. Und wenn man sie hier schlecht belohnt, wohl gar mit Undank kränkt verhüte dann, Allgütiger! daß ihr Eifer erfalte; stärke in ihnen die Hoffnung, den herr­lichsten Lohn ihrer Treue aus deiner Hand zu erhalten. Nun, Herr! du, dessen Liebe eben so allmächtig als zärt­lich ist, wir übergeben dir unser Liebstes, unsre Kinder! Sorge für ihr zeitliches und ewiges Glück, da unsre Fürsorge oft so ohumächtig ist. Laß sie an Weis­heit und Tugend, sowie an Alter und Jahren, wachsen und zunehmen, damit fie deiner Gnade und der Liebe aller Rechtschaffenen würdig werden und wir hier und dort uns ihrer freuen können. Amen!

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