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Neu eingerichtetes Freiberger Gesangbuch nebst einem Anhang neuer Lieder
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Kirchengebete.

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wir die Früchte eines gut geführten| wecke uns vielmehr, des Wohlstandes

Lebens in ungestörter Seligkeit genießen sollen. Amen.

unserer glücklichern Brüder uns so zu freuen, daß wir unsere eigene Noth we­niger fühlen. Lehre uns die Kunst, durch Genügsamkeit, Sparsamkeit und Fleiß unsre Umstände zu verbessern, ver­eitle aber die Bemühungen derer, die ihren Bedürfnissen auf ungerechten Wegen abzuhelfen gedenken. Verleihe uns Muth und Weisheit, auch diese Prüfung so auszuhalten und anzuwenden, daß wir dadurch im Guten geübt, deines Beifalls immer würdiger werden. Im Vertrauen auf deine Verheißung, daß nicht aufhören soll Saat und Erndte, werden wir bald für's künftige Jahr unsern Saamen aus­streuen. Deiner schützenden Aufsicht sei diese Aussaat empfohlen. Laß, wenn es deiner Weisheit gefällt, unser Ackerwerk nicht ohne Segen sein! Ja, wir hoffen darauf, daß du so gnädig bist; unser Herz freuet sich, daß du so gern hilfft. Dein Name sei gelobt immer und ewig­lich! Amen.

b) Nach einer Mißerndte. Gott! du erbarmest dich aller deiner Geschöpfe, du wirst dich auch unser er­barmen, ob du uns gleich betrübet hast. Diese Hoffnung zu deiner Batergüte er­muntert uns auch heute zum Lobe deines heiligen Namens. Freilich ist die Freude über die vollbrachte Erndte nicht ganz ungetrübt. Ach! die Erinnerung an jenen fürchterlichen Tag, der unsre Saaten zer­störte, erprest noch jetzt uns bange Seufzer! Doch auch diese traurigen Er­fahrungen sollen uns nicht abhalten, dich, o Gott! zu loben, dir zu danken. Hattest du doch gewiß die weisesten und gütigsten Absichten, warum du nns die Freude der Erndte vereiteltest. Haben wir auch nicht reichlich geerndtet, so hast du uns doch noch Etwas und mehr, als wir ver­mutheten, einsammeln lassen. Dein ist es, daß wir bei Gesundheit unsre Erndte­arbeiten haben vollenden, dein ist es, daß wir uns der Ruhe und des Friedens erfreuen können. Fern sei es daher von uns, deine Güte, die sich immer an uns verherrlicht, zu verkennen, wohl gar wider dich zu murren. Nein, in stiller Gelassenheit verehren wir die Wege deiner Vorsehung, hoffen auf dich, du wirst Alles wohl machen. Gabst du uns doch das Leben, haft es bisher väterlich er­halten; kennest du doch unsre Bedürfnisse besser, als wir selbst: o so wirst du uns auch Mittel und Wege zeigen, denselben abzuhelfen, unsern Unterhalt zu finden. Du, der du die Vögel ernähreft und die Blumen kleidest, wie könntest du uns, deine Kinder, vergessen? Bewahre unser Herz, o Gott! vor Unzufriedenheit und ängstlichen Sorgen, wodurch wir unsern Zustand noch trauriger machen. Verhüte es, daß wir blos unsern heurigen Ber­luft berechnen, erinnere uns vielmehr an die fruchtbaren Jahre, wo du uns so reichlich segnetest. Und haben wir das Gute empfangen, sollten wir das Böse nicht auch annehmen? gütiger! daß Einer mit neidischen Augen die Gegenden betrachte, in welchen man glücklicher, als hier, geernbtet hat, er­

Nach gehaltener Schulpredigt. Gott! der du der beste Vater bist über Alles, was Kinder heißt im Himmel und auf Erden, o daß doch wir Alle, vor­züglich aber alle Neltern und Lehrer dein großes Beispiel willig nachahmen und Alles treulich thun möchten, die ihnen anvertrauten Kinder so weise und tugend­haft, so glücklich und selig zu machen, als sie es nach der Anweisung deines Sohnes werden können und sollen! Deine Liebe zu uns, bester Bater! ist so groß und zärtlich, so unermüdet und thätig, daß wir sie nicht würdig genug rühmen können. Oso erwecke denn dein erhabenes Beispiel gleiche Liebe zu den Kindern in den Herzen aller Väter und Mütter, aller Lehrer und Erzieher, daß keiner unter ihnen so unnatürlich und pflichtvergessen handle, die Kinder gering zu schätzen und zu vernachlässigen, mit denen du sie durch die Bande der Natur oder des Amtes so genau vereinigt hast. Verursacht ihnen der Unterricht und die Erziehung ihrer Kinder viel

Verhüte, All- Sorge, Mühe und Aufwand: so laß da­

durch ihre Liebe zu ihnen nicht ge­schwächt werden; gieb ihnen vielmehr zu bedenken, daß sie ihre Kräfte, Zeit und

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