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Neu eingerichtetes Freiberger Gesangbuch nebst einem Anhang neuer Lieder
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Morgenlieder.

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ehrt mein Christenthum. Ein Ruhm aus fremden Fehlern ist nur ein schnöder Ruhm. Laß den mich immer flieh'n; nie schlimm, was gut ist, deuten, und seh ich Andre gleiten, es jedem Aug' entzieh'n.

7. Bei Fleiß und Arbeit schleiche tein Geiz sich in mein Herz, und fremde Noth erweiche mich leicht zu edlem Schmerz. Kein Glück, das andern blüht, empöre mich zum Neide, und kein Genuß der Freude verzärtle mein Gemüth. 8. Gieb, daß an diesem Tage sich mir kein Unfall naht, und trifft mich eine Plage nach deinem weisen Rath: so gieb, daß ich alsdann mein Leiden nicht ver­schulde, nicht murre, christlich dulde, froh

dir vertrauen kann.

9. Wie bald ist's überwunden, das Leiden dieser Zeit. Auf wenig bange Stunden solgt Glück in Ewigkeit. Dieß stärket mich in Noth, daß ich nicht ängst lich zage. Am letzten meiner Tage giebt dieß mir Muth im Tod. I. A. S.

licht! und freue mich der edlen Pflicht, dem Höchsten Lob zu singen. Ich will, entbrannt von Dankbegier, o mildester Erbarmer! dir mit heil'gem Muth lob­singen. Schöpfer! Vater! deine Treue rührt aufs Neue mein Gemüthe. Froh empfind' ich deine Güte.

5. Auch im Geräusch der Welt soll mich der heilige Gedank' an dich oft still zu dir erheben. Im dunkeln Thale wall' ich hier; einst nimmst du mich hinauf zu dir, zum Licht und höhern Leben. Auf dich hoff' ich; Herr! ich werde mich der Erde gern entschwingen, dir dort ewig Lob zu singen. C. F. N.

Mel.: Wie schön leuchtet zc.

* 9. Dich seh' ich wieder, Morgen- Schandern in die Zukunft sah?

2. Du warst auch diese Nacht um mich. Was wär' ich, hättest du nicht dich so hülfreich mir bewiesen! Zu meinem Le­ben setzest du jetzt einen neuen Tag binzu; sei hoch dafür gepriesen! Durch dich bin ich! und ich merke neue Stärke. Dich erhebe meine Zunge, weil ich lebe!

3. Verleih', o Gott der Lieb' und Macht! daß Sünd' und Gram, wie diese Nacht, auf ewig von mir fliehe; daß ich die kurze Lebenszeit in christlicher Zu­friedenheit zu nützen mich bemühe. Prüfe, siehe, wie ich's meine! Dir ist keine meiner Sorgen, auch die kleinste nicht, verborgen.

4. Ich bin ein Christ, o Herr! ver­leih', daß ich des Himmels würdig sei. Mein Ruhm ist deine Gnade. Denn ach! was bin ich ohne dich? Ein irrend Schaf; erhalte mich, mein Hirt! auf deinem Pfade. Stärk' mich, daß ich mich stets übe, deine Liebe zu betrachten, über Alles dich zu achten.

Mel.: Herr Gott! dich loben Alle wir 2c. * 10. Dich, Bater, preist mein Lob­gefang! mein erstes Wort sei Preis und Dant, mein erster Seufzer ein Gebet, das dich um deine Gnade fleht. 2. Dein Engel hat in dieser Nacht mich, der ich ruhig schlief, bewacht; kein Unglücksfall hat mich erschreckt, und Krankheit mich nicht aufgeweckt.

3. Gott! was ich bin, ist deine Huld. Ich strauchle und du haft Geduld. Ich irre, du zeigst mir die Bahn, und hilfft, wo Niemand helfen kann.

4. Was riß mich aus so mancher Noth? Wer war mein Retter und mein Gott, wenn oft ich dem Verderben nah, mit

5. Die Hülfe kam allein vom Herrn, vom Ewigen; er hilft uns gern. Nur er war meine Zuversicht, sein starker Arm verließ mich nicht.

6. Lob sei dir, Herr der Herrlichkeit! von Ewigkeit zu Ewigkeit! Den Leib und meinen besten Theil begnadigst du mit Troft und Heil.

7. Ein neuer Tag, ein neu Geschent! Ich leb' nur, wenn ich dein gedent. Doch geh', denn wer ist so gerecht? nicht ins Gericht mit deinem

Knecht.

8. Laß mich, als im Vorübergeh'n, die Welt und ihre Schätze seh'n. Es komme mir nie aus dem Sinn, daß ich ein Gast und Fremdling bin.

9. Mein Glück, mein Trost, mein Heil bist du! Ström' hier mir deinen Frieden zu und schenk' nach dieser Prü­fungszeit mir dort ben Lohn der Ewigkeit.. Mel.: Ich dank' dir, lieber Herre 2c. 11. Es hat uns heißen treten, o Gott! dein lieber Sohn mit herzlichen Gebeten vor deinen hohen Thron, und uns mit theurem Amen Erhörung zu­gesagt, wenn man in seinem Namen nur bittet, fleht und klagt.