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Katholisches Gesang- und Gebetbuch für die Erzdiözese Freiburg
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meinige sey, daß mein Wille dem deinigen allzeit nachlebe und mit ihm in Allem überein fomme. Gib, daß ich nichts anders will, als was Du willst, und niemals verlange, was Du nicht willst. Verleih', daß ich allem, was die Welt ge= ben kann, entsage und ihr absterbe, daß ich nur an Dir allein meine Freude habe, und mich glücklich schäße, nach deinem Vorbilde zu leiden. Verleih' mir, göttlicher Erlöser! daß mein größtes Verlangen sey, in Dir zu ruhen, und mein Herz in Dir zu befriedigen. Du allein bist des Herzens wahrer Friede, Du bist seine einzige Ruhe, außer Dir ist Alles un­ruhig, mühsam und beschwerlich. In diesem Frieden, in Dir dem einzigen, höchsten und ewigen Gut, will ich leben und sterben. Amen.

Anmerk. Glaube, Hoffnung und Liebe siehe oben Nro. VII.( S. 346) beş den täglichen Erweckungen. Ebenso können noch andere Andachten und Gebete dieser Abtheilung, z. B. die täglichen Anrufungen, die sieben Bußpsalmen, die Rosenkranz- und Stationen­andacht, die kirchlichen Tagszeiten, dem Kranken vorgebetet werden. Auch taugen mehrere Litaneien zu diesem Zwecke, wie: vom heiligsten Namen Jesu, von Jesu Leiden und Sterben, von der Mutter Gottes, von allen Heiligen u. s. w. Dem Kranken muß in der Regel mit einer sanften Stimme und nicht zu schnell vorgelesen werden.

XXII.

Sterbegebete.

vater.

* Vom Sterbenden sollen unnüße, eitle und leere Gespräche, sowie auch alle diejenigen Personen und Gegenstände, welche Versuchungen oder Zerstreuungen verursachen, fern gehalten werden. Man frage ihn, ob er noch ein Anliegen auf seinem Gewissen habe, und be­jaht er dieses, so rufe man ohne Anstand noch einmal seinen Beicht­Man sorge dafür, daß der Sterbende ein Kruzifir zur Hand habe, es betrachte und tüsse. Man hänge auch vor seine Augen das Bildniß der hochbegnadigten Gottesmutter Maria auf, damit er zu ihr seine Augen emporrichte und um ihre vielvermögende Fürsprache sie anflehe. Man halte die Sterbeterze in Bereitschaft, und besprenge das Zimmer und Bett des Sterbenden mit Weih­wasser; wenn er in die letzten Züge kommt, so spreche man ihm die letzten Seufzer"( siehe unten) und öfters die heiligsten Namen Jesus und Maria vor, jedoch langsam und in Absäßen mit sanfter Stimme.

Lette Seufzer.

i Jesus! ich glaube an Dich, o Jesus! ich hoffe auf Dich, o Jesus! ich liebe Dich über Alles!

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