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Christkatholisches Gesang- u. Andachtsbuch : zum Gebrauche bei der öffentlichen Gottesverehrung in dem (ehemaligen) Bisthum Constanz
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468.

THD73.41

1. Begrabt den Leib in seine Gruft, Bis ihn des Richters Stimme ruft. Wir säen ihn; einst blüht er auf, Schwingt sich verklärt zu Gott hinauf.

2. Aus Staube schuf ihn einst der Herr. Er war schon Staub und wird's nunmehr. Er schläft, verwest, und einst erwacht Er wieder aus der Todesnacht.

3. Des Frommen Seele lebt bei Gott, Der sie aus aller ihrer Noth, Von aller ihrer Missethat Durch seinen Sohn erlöset hat.

4. Hier hat ihn Trübsal oft gedrückt, Nun wird er dort bei Gott erquickt: Er wallte hier im finstern Thal, Nun ist er frei von Schmerz und Qual.

5. Wer Gott getreu bleibt bis in's Grab, Dem wischt Gott seine Thränen ab; Was sind die Leiden dieser Zeit, Gott! gegen jene Herrlichkeit?

6. Nun, du Erlöster! schlaf' in Ruh', Wir wallen auch dem Grabe zu, Und machen zu der Ewigkeit Mit Gottes Beistand uns bereit.

7. Ach, Jesu Christ! dein heil'ger Tod Stärk' uns in unfrer letzten Noth! Laß unsre ganze Seele dein, Und unser Ende selig sein.

4.

1. Ringsumher von Nacht umflossen, Ach! von Schauern übergossen, Wallen bebend wir an's Grab. Ew'ger Geist! hör' unser Flehen; Sende von des Himmels Höhen Deinen Trost auf uns herab!

2. Leit' uns du im finstern Thale, Quell des Lichts! mit dei­nem Strahle, Blicke mild auf uns herab! Geist des Trost's, hör' unser Flehen, Helle von des Himmels Höhen Uns mit Morgen= roth das Grab!

49. Am Grabe.

1. Hier, Mensch! hier lerne, was du bist; Lern' hier, was unser Leben ist. Ein Sarg nur und ein Leichenkleid Bleibt dir von aller Herrlichkeit.

2. Der ist jept arm, der Andre reich; Im Grabe sind wir Alle gleich. Sey gleich entfernt von Stolz und Neid In Hoheit und in Niedrigkeit.

3. Wer weiß, wie bald auch dich zur Gruft Der Herr des Tods und Lebens ruft? Drum halte dich zu jeder Zeit Auf einen guten Tod bereit.

50. Das letzte Gericht.

a.

1. Wenn einst die ganze große Welt In Staub, in Asch', in Nichts zerfällt; Wenn Sterne ihre Bahnen fliehen, In Flammen die Planeten glühen;