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Dresdner Gesangbuch : auf höchsten Befehl herausgegeben
Entstehung
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Bußübungen.

glücke der Sünde befreit und dei­ner Vaterhuld theilhaftig zu wer den. Uch um seinetwillen sei mir gnådig und vergieb mir alle meine Sünde. Umen.

Nach der Beichte. Ja gnädig und barmherzig bist du, Herr, geduldig und von großer Gåte und Treue. Du handelst nicht mit uns nach unsern Sünden und ver­giltst uns nicht nach unsrer Miffe that. Du trågst uns Sünder mit großer Geduld und mit vielem Ver­schonen. Und Dank, herzlicher, des müthiger Dank sei dir, daß du auch mich von deiner Gnade und Barm­herzigkeit in Chrifto Jesu versichert und den Trost der Vergebung der Sünden in mein Herz gegeben haft. Nein, du willst nicht den Tod des Sünders; du willst seine Erhaltung, sein Leben, seine Seligkeit. Aber du willst auch, daß er sich bekehre, daß er von den Sünden, deren Verge­bung er suchet, gereiniget, daß er weise und heilig und durch Weisheit und Heiligkeit deinem Bilde und dem Ebenbilde beines Sohnes ähn­lich werde.

Gott, ich erkenne deinen weisen und guten Willen. Ich sehe es ein, daß du demjenigen seine Sünden nicht vergeben kannst, der mit Vor­sag in denselben beharret: denn du bist eben so heilig und gerecht, als gnädig und barmherzig. Ich weiß es, daß du den, welcher der Heiligung nicht nachjaget, zur Gemeinschaft mit dir und zu einem höhern Leben

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nicht erheben kannst: denn du bist nicht ein Gott, dem gottlos Wesen gefällt; wer böse ist, bleibet nicht vor dir. Ich begreife es, daß die Sünde erniedrigt und schåndet, daß sie zeits lich und ewig unglückselig macht und mit unserm eignen Besten, wie mit

dem Besten deines Reiches, schlech­terdings streitet. Ich erkenne es das her wohl, ich muß die Sünde mei­den, ich muß anders und besser werden, wenn ich glückselig sein und werden will. Ich muß die Feh­ler und Sünden, die ich an mir trage, bestreiten und endlich ganz ablegen. Ich muß reicher an Ers kenntniß Jesu Christi, stårker im Glauben, fertiger und geübter im Guten, und in der Liebe zu dir, in der Liebe zu Jesu, in der Liebe zu den Menschen vollkommner werden. Ich muß insbesondere, nach den Kräften, die du mir verliehen, und nach den Umstånden, darein du mich gesetzt haft, so heilig, so gehorsam so Gott ergeben, so keusch, so ges recht, so geschäftig im Guten, so demüthig, so sanftmüthig, so ge= duldig, so versöhnlich, so himmlisch gesinnt zu werden suchen, als Jesus Christus auch war. Ich muß hier schon so denken, urtheilen und han­deln lernen, wie man dort denket, urtheilt und handelt. Ich muß hier lieben, was man dort liebt, hier verabscheuen und verdammen, was man dort verabscheuet und verdam­met, trachten nach dem, was dro­ben ist, da Christus ist. Ja das muß ich thun. So muß ich denken und

han­