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Communionandachten.
meinem Herrn und Borgånger, zwischen seinen Gesinnungen und meinen Gesinnungen, zwischen sei nem Verhalten und meinem Verhalten.
Vielleicht aber habe ich auch meinen Borsas gar nicht erfüllt; viel leicht bin ich seitdem nicht besser, sondern schlimmer worden, trage die Fehler, die bösen Gewohnheiten noch an mir, die ich sonst an mir hat te, habe sie noch tiefer einwurzeln lassen, habe sie mit neuen vermehrt, bin eben so undankbar gegen dich, den huldreichsten, gütigsten Bater, bin eben so ungehorsam gegen meinen Heiland und Herrn, so gleichgültig gegen sein Verdienst, so unähnlich seinem Ebenbilde, bin eben so unzufrieden mit dir und deinen Schickungen, eben so lieblos gegen meinen Nächsten, eben so kalt und unempfindlich gegen Menschenwohl, eben so untreu und nachlässig in meinem Berufe gewesen, als ich es vorher war, bin noch ein Knecht der Sünde, ein Sclave des Lasters. Und wenn ich das gewesen bin und noch bin, ist es nicht ganz meine eigne Schuld? War es mir mit meiner Bukehrung von der Sünde zu Gott ein rechter Ernst? war ich recht besorgt und bekümmert um das Heil meiner Seele? habe ich die Mittel der Besserung so oft, und so wohl gebraucht, als ich sie hätte brauchen sollen? habe ich über die Lehren und Vorschriften Jesu, über seine Liebe zu mir und zu andern Sündern ernsthaft nachgedacht und mir sein
Vorbild zum Muster der Nachahmung vorgestellt? habe ich die Ue, bungen des öffentlichen Gottesdienstes nicht vernachlässiget, sie stets mit Nuken beobachtet? habe ich auf die Feier des Nachtmals Jesu so viel Zeit, Nachdenken und Ueberlegung gewendet, als ich anwenden mußte, wenn sie mir nüslich sein sollte? Wie eifrig und emsig, oder wie kalt und nachlässig war ich in der Gebetss übung? Und wie viel oder wie wenig habe ich mich bemühet, den Ges danken an Gott, an Jesum und an die zukünftige Bergeltung in mei ner Seele gegenwärtig zu erhalten, ihn mit allen meinen Entschließun gen und Bestrebungen, Bergnügun gen und Leiden zu verbinden, und in demselben Stårkung, Ermunterung und Beruhigung zu suchen? Kann ich läugnen, daß ich mich auf vielfache Weise versündiget, daß ich sehr strafbar gehandelt, daß ich meiner zeitlichen und ewigen Glückseligkeit sehr geschadet habe?
Gott, du bist gnädig und barms herzig, geduldig und von großer Güte und Treue. Du bist bereit, den Sündern zu verzeihen, die ihr Unrecht erkennen und sich bessern. Du haft durch deinen Sohn Vergebung der Sünden uns Allen erwerben laffen und sie denen verheißen, die sie durch ihn bei dir suchen. Und ich suche sie, o Gott, ich suche fie mit beschämtem, aber glaubensund hoffnungsvollem Herzen. Ich wünsche nichts mehr, als durch ihn von den Strafen und dem Uns glücke


