von der Zerstörung der Stadt Jeruſalem.
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Mann, sehr gelehrt, weise und ver- aus dem Winterlager erheben, und ständig, priesterlichen Amtes, unter nahm Gadara, die Stadt, ein, den Juden, und der Obersten einer und erschlug durch seinen Hauptim Kriege, mit Namen Josephus; mann Placidus an die dreißigals er im ersten Schrecken mit tausend Bürger auf der Flucht, etlichen Wenigen in eine Höhle zweitausend nahm er gefangen; geflohen bei der Stadt Jotapata in Galiläa, ward er ergriffen und zu Vespaftanus geführt, und als er demselben prophezeiete, er würde noch Kaiser werden, hat er ihn gnädig erhalten; und der selbe Jofephus hat uns geschrieben, was wir von dieser Geschichte wissen.
der andere Pöbel und flüchtige Haufe stürzte sich in den Jordan, und ihre todten Körper find im Jordan bis an den See Asphaltitis fortgeflossen, welchen man das todte Meer nennt. Darauf find jenseit des Jordan bis gen Macharon allenthalben alle Juden von den Römern überfallen worden und im großen Schrecken umgekommen.
Es war beim Ausgang des Winters, im Anfang des Frühlings, als Vespasianus hörte, daß Nero todt wäre; er lag zu Cäsarea, und machte sich eilend auf. Er hatte alle Städte der Juden eingenommen außer etlichen Schlössern, welche einige fremde Krieger innehatten, und hatte allenthalben die Städte mit römischem Kriegsvolk beseßt, daß er Jeruſalem, welches allein übrig geblieben war, desto leichter stürmen und einnehmen konnte. Eben damals ist Vespastanus von seinem Kriegsvolk zum Kaiser aufgeworfen worden; er zog deshalb nach Aegypten; von da wollte er nach Stalien gehen, und übergab Titus indessen das Kriegsheer wider die Juden.
Als dies in Galiläa geschah, ist ein Haufe gesammeltes, freches, räuberisches Volk gen Jerusalem gekommen, da hat einer der großen Herren, Johannes, zuwege gebracht, daß er durch diese Rotte das Regiment an sich brächte. Da ist abermal ein heimliches Morden, viel Räuberei und Plündern zu Jerufalem gewesen, und hat es sich allenthalben zum großen Unglück geschickt, und ist die arme Stadt allenthalben sehr geplagt worden. Es sind um diese Zeit etliche Hohepriester erschlagen, und viel Blut, auch sogar im Tempel, vergossen worden. Josephus schreibt, daß zwölftausend von den besten und edelsten Juden in die sem Lärmen umgekommen sind, deren Güter und Häuser man dem Pöbel und Knechten zu plündern gegeben. Etliche meinen, daß diefes die Römer durch List zugerichtet haben.
Titus aber, als er Kundschaft balber an einige Derter nahe bei Jerusalem geritten war, entkam schwerlich, daß er nicht von den Juden gefangen ward; darnach schlug er sein Lager auf bei Skopos, eine Viertelmeile von der Stadt, und theilte sein Kriegsvolk, um die Stadt an mehr als einem Orte zu belagern. Mittlerweile war ein großes und mächtiges Volk aus allen Städten, von allen Orten auf das OsterAls nun zu derselbigen 3eit die feft, des Gottesdienstes halber, zu JeGadarener sich den Römern wider- rusalem zusammen gekommen. So segten, mußte sich Vespasianus eilend war auch, wie oben angezeigt wor
So war nun damals schon, ehe das rechte Wetter sie überfiel, Jerufalem mit dreierlei Unglück geplagt, nämlich mit dem Kriege der Römer, mit Aufruhr und allerlei Meuterei in der Stadt, und mit den Tyrannen, welche sich durch Gewalt und Lift, einer nach dem andern, aufwarfen, und ist um der Herrschaft willen viel Blut vergossen worden.


