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Diese Behauptung ist wirklich sonderbar. Warum sollte ein Verein frommer Christen zur Uebung der Buße und der christlichen Tugenden bloß für die früheren Zeiten, nicht für unsere Tage passen? Etwa darum, weil die Buße früher nöthig gewesen, in unseren gebildeten Zeiten aber überflüssig geworden? Oder darum, weil die Art der Tugend sich verändert hat, so daß wir jetzt eine andere Buße, eine Buße, die dem Fleische und der Welt gefällt, üben könnten? Beide Annahmen sind gleich unsinnig.
Zuvörderst ist die Ulebung der Buße für alle Menschen und Stände, für alle Länder und Zeiten ,, Thuet nicht bloß nüßlich, sondern nothwendig. Buße, denn das Himmelreich ist nahe;"( Matth. III., 2.) so ruft der Geist Gottes in der Kirche bis zur Stunde, wo Christus kommt, zu richten die Lebendigen und die Todten. Und Christus selbst hat gesagt:„ Wenn ihr nicht Buße thut, werdet ihr alle zu Grunde gehen."( Luk. XIII. 3.) Ja, je weniger unsere Zeit von Buße hören will, je mehr sie zunimmt in Genußsucht und Gewinnsucht, Ehrsucht und Selbstsucht, desto nothwendiger ist ihr die Uebung derselben. Mit schrecklicher Macht greift jader Unglaube und die Sittenlosigkeit immer weiter um sich. In manchen Gegenden sind ganze Massen des Volkes in religiöser und sittlicher Hinsicht so verwildert, daß die Art schon an die Wurzel gelegt iſt.
Je größer der Umfang des Uebels geworden, desto nothwendiger ist die Anwendung des Heilmittels, und das Heilmittel fann nur etwas sein, was der verkehrten Richtung entgegenwirkt und entgegengeſetzt ist. Daß nun der dritte Orden in seiner ganzen Richtung den Grundübeln unserer Zeit entgegengesett ist, zeigt ein Blick auf unsere Zeit und auf den Or
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