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Kap. 1. Geburt des Hl. Aloystus.
Gott wiedergeboren. Es geschah dieß an einem Freitage, den 9. März 1568, als Pius V., auf dem päpstlichen Stuhle saß. Das Kind lag nun eine ganze Stunde lang so unbe weglich da, daß man kaum unterscheiden konnte, ob es todt oder lebendig sei. Endlich wachte es wie aus einem tiefen Schlafe auf und gab einige Seufzer von sich, blieb dann aber still und weinte nicht mehr, wie es sonst bei Kindern gewöhnlich vorkommt. Dieß dürfte vielleicht als ein Vorzeichen feiner natürlichen Sanftmuth angesehen werden.
Die feierlichen Zeremonien der heiligen Taufe wurden erst später, am 22. April in der Kirche zu den heiligen Nazarius und Celsus nachgeholt, wobei das Kind den Namen„ Aloyfius" erhielt. In dem Kirchenbuche, wo seine Taufe eingetragen wurde, finden sich auch einige Worte frommen Wunsches beigefügt, die in der Folge so vollkommen in Erfüllung gegangen sind; sielauten: ,, Sei glücklich! sei Gott wohlgefällig! lebe zum Wohle der Menschen!"
2. Kapitel.
Erziehung des heiligen Aloysius bis in sein siebentes Jahr.
Aloysius wurde nun von seiner zartesten Jugend an mit der größten Sorgfalt und dem heiligsten Eifer erzogen, wie es die ausge= zeichnete Frömmigkeit der Mutter nicht anders erwarten ließ. Längst gieng, wie schon be


