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dem Ehrwürdigen eine Art unblutigen Martyriums; er löscht die Schuld des Lebens aus und führt zur höchsten Glorie. Um nun diese Bereitwilligkeit zum Sterben im Kranken zu zerstören, läßt ihm der böse Feind das Erdendasein in reizender Gestalt, die Ewigkeit aber voll Schrecken erscheinen, während in Wirklichkeit sogar das höchste Erdenglück nicht ohne vielfältige Bitterkeit ist, das ewige Leben dagegen eine allseitige schrankenlose Seligkeit ohne die mindeste Trübung darbietet. Erwecke öfter ein Verlangen nach dem himmlischen Vaterlande; bete fleißig um die Gnade eines guten, willigen Todes!
* Aufschub der Bekehrung. Ein anderer wird versucht, den Empfang der heil. Sakramente von Woche zu Woche zu verschieben unter dem Vorwande, es habe damit keine Eile, oder aus thörichter Menschenfurcht, oder wegen eingebildeten Schwierigkeiten, verkehrtem Schamgefühle u. f. f. Lies§. 2 der Regeln S. 2 und Vorbemerkungen zur Beichtandacht.
Kleinmuth und Verzweiflung. Dem Sünder kommt der Gedanke, er könne sich nicht mehr bekehren, es sei zu spät. So lange du lebst, beim letzten Athemzuge noch kannst du dich bekehren und haben die Worte der Verheißung: Ich will nicht den Tod des Sünders, sondern daß er sich befchre von seinem Wege und lebe" volle Geltung. Ein einziger Akt vollkommener Neue und des aufrichtigen Willens, um teinen Preis der Welt je wieder zu fündigen, verbunden mit der redlichen Absicht, sobald als möglich alle Fehltritte aufrichtig zu beichten, löscht alle Sünden des ganzen Lebens aus. Ein solcher Aft aber kann noch in der letzten Stunde erweckt werden und wurde vom reumüthigen Schächer wirklich erweckt. Freilich wird derselbe immer unwahrscheinlicher, je länger man ihn verzögert, obwohl die ausreichende Gnade dazu niemals fehlt. Aengstliche Seelen befällt die Besorgniß, sie hätten nie recht gebeichtet und bereut.-Die Güte und Barmherzigkeit Gottes
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