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Erinnerung und Trost
ist deine Güt', die mich beschüßzet und behüt't; ich will sie rühe men hier auf Erd', so lang ich Odem haben werd'. Amen. Gesang.
Mel. O Gott, du frommer Gott!
1. Der Herr, der große Gott, Der seinen reichen Segen Auf mich geschüttet hat, Als einen sanften Regen, Den preis' ich diesen Tag, Da ich und auch mein Kind In allem Wohlergehn Und seinem Frieden sind.
2. Hat großes Ungemach Viel Andere gedrücket, So hat mit seiner Huld Der Höchste uns geschmücket. Die Milch, die süße Speis', O welche große Gnad'! Ist's, welche Gott bisher Dem Kind gesegnet hat.
3. An mir und meinem Kind Sind Wunder viel geschehen; Das muß ich diesen Tag Zu Gottes Preis gestehen. Uns beide schützte er, Er gab uns Kraft und Stärk', Bis er an uns vollbracht Sein großes Wunderwerk.
4. Geth an hat er so viel, Geschenkt so reiche Gaben, Die mich und auch mein Kind Bisher erfreuet haben; Er hilft, bewahrt, er liebt, Hält uns in seiner Hut, Er thut an uns noch mehr, Als sonst ein Vater thut.
5. Deß bin ich fröhlich heut'; Mein Gott! was soll ich sagen? Du hast mein Kind und mich Auf deiner Hand getragen. Ach! segne uns hinfort, Ach sieh! wir sind ja dein, Ach! laß uns deiner Gnad' Allzeit empfohlen seyn.
Erinnerung und Trost für Unfruchtbare.
Ich habe oftmal gottselige Ehefrauen, welche Gott ohne Kinder und Leibeserben dahin gehen lässfet, hören sprechen: daß man wohl Trost, Aufmunterung und Gebete für allerlei Stände des weiblichen Geschlechts, als für Schwangere, Gebärende und Sechswöchnerinnen fände, aber daß man die, welche Gott mit Leibesfrucht nicht erfreuen will, ohne Aufmunterung und Trost ließe. Derohalben ich denn, da ich den Fruchtbaren zum Trost, nach der Gnade meines Gottes, einigen Unterricht ertheilet habe,


