des seel. Verfassers.
recht herrliche Proben sehen. Denn kaum hatte er seine in dem löblichen Armen- und Waisenhause aufbehaltene Stelle ( S. 12.) wieder angetreten, so nahm ihn Herr Johann Christoph von Ochsenstein, hochansehnlicher Stadt- und Gerichtsschultheiß allhier, zum Informator seiner Herren Söhne in sein Haus, wo er auch bis zu seiner Beförderung ins Predigtamt, nåmlich bis ins Jahr 1715 verblieben ist.
XV
S. 17.
=
In besagtem Jahre wurde er von einem hochwürdigen Ministerium, nebst zwei Landpredigern und eben so vielen Candidaten, Einem Hochedlen und Hochweisen Rath vorgeschlagen, um durch eins von diesen Subjecten eine erledigte Predigerstelle zu besetzen, da es denn unter der Lenkung des Höchsten geschah, daß er nach abgelegter Probepredigt, über Ezech. 33, 11, den 24. October sogleich zum Stadtprediger nach Sachsenhausen erwählt und bestellt wurde. Acht Jahre lang bekleidete er dieses Amt mit Nuken und Segen daselbst. Darauf kam er nach Frankfurt, allwo er stufenweise mancherlei Predigten zu verrichten hatte, als die Sonntagnachmittags-, die Samstags und endlich die Montagspredigt zu den Barfüßern. Diese lettere verrichtete er sechszehn Jahre nach einander, binnen welcher Zeit er den Propheten Jeremiam, von Anfang bis auf das 33. Cap. erklärte. Jm Jahr 1729 bekam er zu der Montagspredigt noch die Donnerstagspredigt im Hospital, welche er auch sechs Jahre dabei behalten, und in folcher Zeit fünf Maleficanten zum Tode bereitet und zur Gerichtsstätte begleitet hat. Als er nun nach und nach unter die åltesten Glieder des Ministeriums kam, und nun, der Ordnung nach, wöchentlich eine Predigt verrichten sollte, so verließ er die Hospitalpredigt und behielt allein die montågige bis auf das Jahr 1742. In diesem Jahr wurde ihm nicht nur die Sonntagspredigt im Hospital aufgetragen, welche er auch bis an sein seliges Ende mit vieler Munterkeit verfah, sondern er wurde auch den 23. October besagten Jah


