Borrede.
mer brauchbarer und nüßlicher zu machen. In dieser Gestalt blieb es bis zu dem Tod seines verklårten Verfaffers. Wie oft es nachmals noch sen aufgelegt worden, kann ich zwar nicht bestimmen, weil mir die nöthigen Nachrichten dazu mangeln; aber so viel habe ich doch aus einer Vorrede ersehen, daß es bereits vor dem Jahre 1757 zum achtenmal rechtmåßiger Weise sey aufgelegt worden; und seitdem ist dessen Auflage auch schon wieder verschiedenemal wiederholt worden. Im Jahr 1757 habe ich es felbst herausgegeben und mit Morgen- und Abendgebeten auf die hohen Jahresfeste vermehret. Im Jahr 1768 wurde abermals eine Vermehrung desselben von mir verlangt, welche auch durch die Lebensbeschreibung meines sel. Baters geliefert wurde. Und von 1770 ist wohl die neueste und letzte Ausgabe dieses beliebten Handbuchs, welcher nun die gegenwärtige folget, von welcher gar bald mit Mehrerem soll geredet werden.
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Der strafbare und unrechtmäßige Nachdruck dieses Buchs, welcher in verschiedenen Landen und Gegenden Deutschlands, der allerhöchsten Privilegien ohnerachtet, vielfåltig geschehen. ist es, von welchem ich auch noch ein Paar Worte reden muß. Es ist hier der Ort gar nicht, gegen die Ungerechtigkeit und Schåndlichkeit des Nachdrucks der Bücher zu eifern, und ich enthalte mich auch dessen gar gerne. Aber das kann mir doch nicht verdacht werden, dessen kann ich mich doch nicht enthalten, daß ich die Ehre meines theuren Vaters rette, defsen Name bei den falschen Nachdruckern ist mißbrauchet, ja dfters mißhandelt worden. Gewinnsüchtige Verleger haben dieses gethan. Einige haben dieses Buch ohne ihren Namen, andere aber unter demselben in den Druck gegeben. Von der ersteren Art des Nachdrucks liegen zwei Ausgaben vor mir, eine von 1751, die andere aber von 1755, welche beide unter dem Titel: Frankfurt und Leipzig, herausgekommen, und deßwegen schåndlich sind, weil sie dadurch die Gestalt der


