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Evangelisches Gesangbuch für die Gemeinden der evangelischen Kirche Aug. Conf. in Oberösterreich und Obersteiermark
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Auferstehung, Gericht und ewiges Leben.

terlich, ins Allerheiligste führt dich der Weg im finstern Thale. Got tes Ruh ist unvergänglich, über­schwänglich, die Erlösten wird sie unaussprechlich trösten.

4. Herr, Herr, ich weiß die Stunde nicht, die mich, wenn nun mein Auge bricht, zu deinen Tod­ten sammelt. Vielleicht umgibt mich ihre Nacht, eh ich dieß Flehen noch vollbracht, mein Lob dir aus­gestammelt. Vater, Vater, ich be­fehle meine Seele deinen Händen, laß mich einst in Frieden enden.

5. Vielleicht sind meiner Tage viel, ich bin vielleicht noch fern vom Ziel, an dem die Krone schimmert. Bin ich von meinem Ziel noch weit, die Hütte meiner Sterblichkeit, wird fie erst spät zertrümmert, laß mich, Bater, reiche Saaten guter Thaten einst begleiten vor den Thron der

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Eigne Melodie.

654* Der Gerechten Seelen find in Gottes Hand, nichts mehr tann sie quälen: selig ist ihr Stand.

2. Ohne Klagen stehen sie vor seinem Thron, wo sie ewig sehen Gott und seinen Sohn.

3. Auf den Kelch der Leiden schenkt er ihnen Wein seiner ewgen Freuden in dem Himmel ein.

4. Durch den Kreuzesorden sind sie wohlgeübt, Freunde Gottes wor­den, Seelen, die er liebt.

Ewigkeiten.

6. Wie wird mir dann, ach dann mir sein, wenn ich, mich ganz des Herrn zu freun, ihn dort aubeten werde, von keiner Sünde mehr ent­weiht, ein Mitgenoß der Ewigkeit, nicht mehr der Mensch von Erde! Heilig, heilig, heilig singen wir und bringen deinem Namen Preis und Ehr auf ewig. Amen!

Klopstock, geb. 1724, 1803.

5. Amen! Siegespalmen tra­gen sie allda, fingen Lobespsalmen und Halleluja!

Chr. K. L. Freiherr von Pfeil, geb. 1712, 1784.

Mel. Wie schön leuchtet zc. 655* Wie herrrlich ist die neue Welt, die Gott den Frommen vor­behält! Wer tonnte sie erwerben? Du Jesu, der du pe erwarbst, als du für deine Menschen starbst, ach hilf mir sie erwerben! Einen Strahl nur ihrer Sonne, ihrer Wonne gib mir Schwachen, mir mein Ende leicht zu machen.

Nach Dr. Abasverus Fritsch, geb. 1629, 1701.