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dein, der nächste wird vielleicht nicht sein.
5. Es sei, o Vater meines Lebens, die Warnung: wachet, seid bereit! an meiner Seele nicht ver=gebens, verloren nicht die Gnadenzeit! Dann führt mich selbst ein schneller Tod zu deiner Seligkeit,
o Gott!
Sippel, geb. 1744, † 1796.
Vom Tode.
Mel. Ich hab mein Sach Gott zc
630. Ich bin ein Pilger in der Zeit und walle nach der Ewigfeit, mein Leib ist ein beseelter Staub, ein Gras, ein Laub, und bald, ach bald, des Todes Naub.
2. Bald kämpft mein Leib mit Schwäch und Schmerz, bald freut, bald ängstet sich mein Herz, bald wird ein Unglück, bald ein Freund von mir beweint, dann kommt der Tod, der lezte Feind.
3. Mein Ziel ist dir, o Gott, be kannt, du schiebst es längst in deine Hand. War doch, eh ich geboren war, mein kleinstes Haar vor deinen Augen offenbar.
4. Du, Gott, haft nicht den Tod gemacht, ihn hat die Sünd auf uns gebracht, daß er uns eine Wohlthat ist, das dankt der Christ dir, der du uns so gütig bist.
5. Hilf, Vater, daß er mirs auch sei, hilf, daß ich von der Sünde frei, dir leb in meiner Pilgrim schaft, durch deine Kraft im Glauben fest und tugendhaft!
6. Dir, Gott, dir meiner Tage Herrn, dir leb und leid, und sterb ich gern. Du stärkst mich, wenn mir Kraft gebricht, ich wanfe nicht; Geduld ist ja des Christen Pflicht.
7. So komme, wenn er will, der Tod, und führe mich zu dir, mein
Gott! Gib nach dem Leiden dieser deines Sohnes Seligkeit. Zeit, nach Sorg und Streit mir
Löwen,+ 1771.
Mel. Wer nur den lieben Gott zc.
631* Hinauf, mein Herz, mit den Gedanken! Dein Jesus schließt den Himmel auf, hier läufst du noch in vielen Schranken, dort en det sich dein saurer Lauf. Hinauf zu demselben kommst du hin. zu Gott mit deinem Sinn, denn
2. Erblicke nur den Kreis der Erden als eine rechte Pilgerstadt, die wird einmal verzehret werden, wachst du dann von deiner Nuh, wenn diese Zeit ein Ende hat. Ersag an, o Mensch, wo bleibest du?
3. Der Himmel und die weite Hölle sind dir aus Gottes Wort bekannt, in welchen ehmals seine Stelle der Arme und der Reiche fand, jedoch mit großem Unterscheid: der kam ins Wohl, der fuhr ins Leid. bon
4. Willst du nun auch in Himmel kommen, wo Lazarus in Frieden saß, und wo sein Mund mit allen Frommen der Freude süßen Honig aß, so fürchte Gott, und bleibe rein, hier kannst du schon im Himmel sein.
ben, der reichen Güter Ueberfluß, 5. Im Himmel ist das beste Leda will uns Gott viel Gutes geben, das ewig bei uns bleiben muß. Im Himmel wohnet unser Heil, im Himmel ist das beste Theil.
6. Gewöhne dich dann von der Erden, weltmüdes, himmelsehnend Herz, so sollst du hier schon selig werden, und dein bisher erlittner Schmerz wird ewiglich geendet sein, sobald du gehst zum Himmel ein.


