Gebetlieder.
so viel ich haben muß, nach deiner Gnade werden. Gib mir nur Weisheit und Verstand, dich, Gott, und den, den du gesandt, und mich selbst zu erkennen.
3. Jch bitte nicht um Ehr und Ruhm, so sehr sie Menschen rühren; des guten Namens Eigenthum laß mich nur nicht verlieren. Mein wahrer Ruhm sey meine Pflicht, der Nuhm vor deinem Angesicht und frommer Freunde Liebe.
4. So bitt ich dich, Herr Zebaoth, auch nicht um langes Leben. Im Glücke Demuth, Muth in Noth, das wollest du mir geben. In deiner Hand steht meine Zeit, laß du mich nur Barmherzigkeit vor dir im Tode finden.
Christi. Fürchteg. Gellert, geb. 1715,+ 1769.
Me 1. Herr Gett, dich loben alle 2c.
32. Ich komme vor dein Angeficht, verwirf, o Gott, mein Flehen nicht, vergib mir alle meineSchuld, du Gott der Gnaden und Geduld.
2. Schaff du ein reines Herz in mir, cin Herz voll frommer Lieb zu dir, ein Herz voll Demuth, Preis und Dank, ein ruhig Herz mein Leben lang.
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zu freun, ihn stets durch Liebe thätig seyn.
6. Das ist mein Glück, was du mich lehrst; das sey mein Glück, daß ich zuerst nach deinem Reiche tracht und tren in allen meinen Pflichten sey.
7. Bin ich zu schwach aus eigner Kraft zum Kamipfe mit der Leidenschaft, so ziehe du mit Kraft mich an, daß ich den Sieg erlangen kann.
8. Gib von den Gütern dieser Welt mir, Herr, so viel, als dir gefällt; gis deinem Knecht ein mäßig Theil, zu seinem Fleiße Glück und Heil.
9. Schenkt deine Hand mir Ueberfluß, so laß mich mäßig im Gemuß und, dürftge Brüder zu erfreun, mich einen frohen Geber ſeyn.in mir Befu
10. Gib mir Gesundheit und verleih, daß ich sie nütz und dankbar sey, und nie ans Liebe gegen
sie mich zaghaft einer Pflicht ent
zieh.
11. Erwecke mir stets einen Freund, ders tren mit meiner Wohlfahrt meint, mit mir in deiner Furcht sich übt, mir Nath und Trost und Beispiel gibt.
12. Bestimmst du mir ein längres Ziel, und werden meiner Tage viel: dann Herr Herr, meine Zuversicht, verlaß mich auch im Alter nicht!
3. Sey mein Beschüßzer in Gefahr; ich harre deiner immerdar. Ift wohl einllebel, das mich schreckt, wenn deine Rechte mich bedeckt?
4. Ich bin ja, Herr, in deiner Hand; von dir empfing ich den Verstand: erhalt ihn mir, o Herr mein Hort, und stärk ihn durch dein göttlich Wort.
13. Und wird sich einst mein Ende nahn, so nimm dich meiner herzlich an und sey durch Christum, deinen Sohn, mein Schirm, mein Schild und großer Lohn!
5. Laß, deines Namens mich zu
Chrifti. Fürchteg. Gellert, geb. 1715, 1769. Mel. D Gott, du frommer 2c.
freun, ihn stets vor meinen Augen 33* Stell dich, Herr, wie du seyn; laß, meines Glaubens mich
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