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Evangelisches Gesangbuch für die Gemeinden der evangelischen Kirche Aug. Conf. in Oberösterreich und Obersteiermark
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dein Wort in dem Namen dein, so sprechen wir das Umen fein.

Dr. M. Luther, geb. 1483, 1546.

Gebetlieder.

Eigne Melodie.

18. Ich ruf zu dir, Herr Jesu

Christ, ich bitt, erhör mein Klagen! Verleih mir Gnad zu dieser Frist, laß mich doch nicht verzagen. Den rechten Weg, o Herr, ich mein, den

wollest du mir geben, dir zu leben, Nächsten nüßz seyn, dein Wort zu halten eben.

2. Ich bitt noch mehr, o Herre ben, daß ich nicht wieder werd zu Gott, du kannst es mir wohl ge= Spott, die Hoffnung gib daneben; voraus, wenn ich muß hie davon, daß ich dir mög vertrauen und nicht bauen auf alles mein Thun,

sonst wirds mich ewig reuen.

grund mein Feinden mög verge­3. Verleih, daß ich aus Herzens­ben, verzeih mir auch zu dieser Dein Wort mein Speis laß allweg Stund, schaff mir ein neues Leben. seyn, damit mein Seel zu nähren, mich zu wehren, wenn Unglück geht daher, das mich bald möcht ver­kehren.

4. Laß mich kein Lust noch Furcht beständig seyn ins End gib mir; von dir in dieser Welt abwenden; du hasts allein in Händen! Und wem dus gibst, der hats umsonst; es mag Niemand erwerben noch die uns errett vom Sterben. ererben durch Werk deine Gnad,

Eigne Melodie.

17. In dich hab ich gehoffet, Herr, hilf, daß ich nicht zu Schan- meim den werd noch ewiglich zu Spotte; das bitt ich dich: erhalte mich in deiner Treu, Herr Gotte.

2. Dein gnädig Ohr neig her zu mir, erhör mein Bitt, thu dich her­für, eil, bald mich zu erretten; in Angst und Weh ich lieg und stel), hilf mir in meinen Nöthen.

3. Mein Gott und Schirmer,

ſteh mir bei, ſey mir ein Burg, da rin ich frei und ritterlich mög streiz ten, wider mein Feind, der gar viel seind an mich auf beiden Seiten.

4. Du bist mein Stärk, mein Fels, mein Hort, mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein Wort, mein Hülf, mein Heil, mein Leben, mein starker Gott in aller Noth: wer mag mir widerstreben?

5. Mir hat die Welt trüglich ge­richt mit Lügen und mit falschem G'dicht viel Neß und heimlich Stricke; Herr, nimm mein wahr, in dieser G'fahr; b'hüt mich vor falscher Tücke.

6. Herr, meinen Geist befehl ich dir, mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir, nimm mich in deine Hände! O wahrer Gott, aus aller Noth hilf mir am letzten Ende!

derstreb; hilf, o Herr Christ, den 5. Jch lieg im Streit und wi­Schwachen! An deiner Gnad al­ker machen. Kommt nun Anfech­lein ich kleb; du kannst mich stär­

7. Glori, Lob, Ehr und Herr­lichkeit sey Gott Vater und Sohn bereit, dem heilgen Geist mit Natung her, so wehr, daß sie mich nicht men; die göttlich Kraft mach uns mirs nicht bring Gefähr. Ich weiß, umstoße; du kannst maßen, daß fieghaft durch Jesum Christum. du wirsts nicht lassen. Adam Reißner, geb. 1171, 1563.

Amen!

Paul Speratus, geb. 1484,+1554.