Druckschrift 
Evangelisches Gesangbuch für die Gemeinden der evangelischen Kirche Aug. Conf. in Oberösterreich und Obersteiermark
Einzelbild herunterladen

4

uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd?

4. Wer hat das schöneHimmels­zelt hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld mit Thau und Regen nett?

5. Wer wärmet uns in Kält und Frost? Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Del und Most zu seinen Zeiten findt?

Lob- und Danklieder.

6. Wer gibt uns Leben und Ge­blüt? Wer hält mit seiner Hand den güldnen, edlen, werthen Fried in unserm Vaterland?

7. Ach, Herr mein Gott, das kommt von dir, und du mußt alles thun; du hältst die Wach an uns­rer Thür und läßt uns sicher ruhn.

8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu und stehst uns, wenn wir in Gefahr gerathen, herzlich bei.

9. Du strafft uns Sünder mit Geduld und schlägst nicht allzuschr; ja, endlich nimmst du unsre Schuld und wirfst sie in das Meer.

10. Wenn unser Herze seufzt und schreit, wirst du gar leicht er­weicht und gibst uns, was uns hoch erfreut und dir zu Ehrenreicht.

11. Du zählst, wie oft ein Chri­ste wein, und was sein Kummer sey; kein Zähr- und Thränlein ist so klein, du hebst und legst es bei.

12. Du füllst des Lebens Man­gel aus mit dem, was ewig steht, und führst uns in des Himmels Haus, wann uns die Erd entgeht.

13. Wohlauf, mein Herze, jing und spring und habe guten Muth! Dein Gott, der Ursprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut.

14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Theil, dein Glanz und Freu­

denlicht, dein Schirm und Schild, dein Hülf und Heil, schafft Nath und läßt dich nicht.

15. Was fränkst du dich in dei­nem Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin auf den, der dich gemacht!

16. Hat er dich nicht von Ju­gend auf versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglücks­lauf hat er zurückgekehrt!

17. Er hat noch niemals was versehn in seinem Regiment. Nein, was er thut und läßt geschehn, das nimmt ein gutes End.

18. Ei nun, so laß ihn ferner thun und red ihm nichts darein, so wirst du hier in Frieden ruhn und ewig frohlich seyn.

Paul Gerhardt, geb. 1606, 1676. mel. Lasset uns den Herren preisen 2c. 7. Sollt ich meinem Gott nicht fingen? Sollt ich ihm nicht fröh­lich seyn? Denn ich seh in allen Dingen, wie so gut ers mit mir mein. Ist doch nichts als lauter Lieben, das sein treues Herze regt, das ohn Ende hebt und trägt, die in seinem Dienst sich üben. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

2. Wie ein Adler sein Gefieder über seine Jungen streckt, also hat auch hin und wieder mich des Höch­sten Arm gedeckt, alsobald im Mut­terleibe, da er mir mein Wesen gab und das Leben, das ich hab und noch diese Stunde treibe. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

3. Sein Sohn ist ihm nicht zu theuer, nein, er gibt ihn für mich hin, daß er mich vom ewgen Feuer