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Evangelisches Gesangbuch für die Gemeinden der evangelischen Kirche Aug. Conf. in Oberösterreich und Obersteiermark
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Lob- und Danklieder.

dem Vater und dem Sohne, und dem, der beiden gleich, im höchsten Himmelsthrone: dem dreieinigen Gott, als der im Anfang war, und ist und bleiben wird jetzund und immerdar. Martin Rindfart, geb. 1586, 1649.

Eigne Melodie.

4. Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit, lob ihn mit Schal­le, wertheste Christenheit! Er läßt dich freundlich zu sich laden, freue dich, Israel, seiner Gnaden.:,:

2. Der Herr regierct über die ganze Welt, was sich nur rühret, alles zu Fuß ihm fällt. Viel tau­send Engel um ihn schweben, Psal­ter und Harfen ihm Ehre geben.:,:

3. Wohlauf, ihr Heiden! lasset das Trauern seyn, zu grünen Wei­den stellet euch willig ein; da läßt er uns sein Wort verkünden, machet uns ledig von allen Sünden.:,:

4. Er gibet Speise reichlich und überall, nach Vaters Weise sättigt er allzumal; er schaffet früh und spaten Regen, füllet uns alle mit seinem Segen.:,:

5. Drum preis und ehre seine Barmherzigkeit, sein Lob vermehre, wertheste Christenheit! Uns soll hinfort fein Unfall schaden: freue dich, Israel, seiner Gnaden.:,:

Matth. Apelles von Löwenstern, geb. 1594, 1648.

Eigne Melodie.

5. Nun danket all und bringet Ehr, ihr Menschen in der Welt, dem, dessen Lob der Engel Heer im Himmel stets vermeldt.

2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höchsten

3

Gut, der seine Wunder überall und große Dinge thut.

3.

Der uns von Mutterleibe an frisch und gesund erhält, und wo kein Mensch nicht helfen kann, sich selbst zum Helfer stellt.

4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibet gutes Muths, die Straf erläßt, die Schuld vergibt und thut uns alles Guts.

5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz ins Mecres Tiefe hin.

6. Er lasje seinen Frieden ruhn in Israelis Land; er gebe Glück zu unserm Thun und Heil in allem Stand.

7. Er laffe seine Lieb und Güt um, bei und mit uns gehn, was aber ängstet und bemüht, gar ferne von uns stehn.

8. So lange dieses Leben währt, sey er stets unser Heil, und bleib auch, wann wir von der Erd ab­scheiden, unser Theil.

9. Er drücke, wenn das Herze bricht, uns unsre Augen zu und zeig eigen Ruh. uns drauf sein Angesicht dort in der

Paul Gerhardt, geb. 1606, 1676.

Mel. Nun danket all' und bringet 2c.

6. Ich finge bir mit Herz und Mund, Herr, meines Herzens Luft! Ich sing und mach auf Erden fund, was mir von dir bewußt.

2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad und ewge Quelle seyst, daraus uns allen früh und spat viel Heil und Gutes fleußt.

ben wir auf dieser ganzen Erd, das 3. Was sind wir doch, was ha­