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2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der meiner nie bedarf. Wer hat mit Langmuth mich geleitet? Er, deffen Rath ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissen? wer gibt dem Geiste nene Kraft? wer läßt mich so viel Guts' genießen? Ift's nicht sein Arm, der Alles schafft?
3. Schau', o mein Geist, in jenes Leben, zu wel chem du erschaffen bist, wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig seh'n wirst, wie er ist. Du haft
ein Recht zu diesen Freuden, durch Gottes Güte find ste dein. Sieh', darum mußte Christus leiden, damit du könntest selig sein.
4. Und diesen Gott sollt' ich nicht ehren und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören, den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein Will' ist mir ins Herz geschrieben, sein Wort bestärkt ihn ewiglich! Gott soll ich über Alles lieben und meinen Nächsten gleich als mich.
5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille: ich soll vollkommen sein wie er. So lang' ich dies Gebot erfülle, stell' ich sein Bildniß in mir her. Lebt seine Lieb' in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht, und ob ich schon aus Schwachheit fehle, herrscht doch in mir die Sünde nicht.
6. O Gott, laß deine Güt' und Liebe mir immer


