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Rengshäuser Missionsharfe, Lieder zu Missionsfesten und Missionsstunden
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3. Im schönen Hochzeitkleide, von allen Flecken rein, führst du zu deiner Freude die Völkerschaaren ein; und welchen nichts verkündigt, kein Heil verheißen war, die bringen nun entsündigt dir Preis und Ehre dar.

4. Du haft dem ärmsten Sklaven, wo heiß die Sonne glüht, wie deinen andern Schafen, zu Liebe dich bemüht; und selbst den öden Norden, den ew'ges Eis bedrückt, zu deines Himmels Pforten erbarmend hingerückt.

5. Drum kann nicht Ruhe werden, bis deine Liebe siegt, bis dieser Kreis der Erden zu deinen Füßen liegt; bis du im neuen Leben die ausgeföhnte Welt dem, der sie dir gegeben, vor's Angesicht geſtellt.

6. Und siehe, tausend Fürsten mit Völkern ohne Licht, stehn in der Nacht und dürften nach deinem Angesicht. Auch sie haft du gegraben in deiner Priesterschild, am Brunnquell sie zu laben, der dir vom Herzen quillt.

7. So sprich dein göttlich: Werde! laß deinen Odem wehn, daß auf der finstern Erde die Todten auferstehn; daß, wo man Gößen fröhnet, und vor den Teufeln kniet, ein willig Volk versöhnet zu deinem Tempel zieht.

8. Wir rufen, du willst hören; wir fassen, was du sprichst; dein Wort muß sich bewähren, womit du Fesseln brichst. Wie viele sind zerbrochen! wie viele finds noch nicht! O du, der's uns versprochen, werd' aller Heiden Licht! Albert Knapp.