Druckschrift 
Gesangbuch für die evangelische Kirche in Württemberg : [nebst] Die Leidensgeschichte Jesu Christi aus den vier Evangelisten zusammengefaßt
Entstehung
Einzelbild herunterladen

I. Allgemeine Gebetlieder.

11

keine Angst noch Pein, So lang ich| 6. Ach Gott, gedenke mein Mit rufen kann: Ach Gott, gedente mein! 2. Ach Gott, gedenke mein! Wie könnt ich sichrer leben, Als wenn du, Vater, willst Ob deinem Kinde schwe­ben, Wenn ich von deinem Schutz Kann unvergessen seyn? Drum bitt ich allezeit: Ach Gott, gedenke mein!

reichem Trost und Segen! Behüte jedes Haus, Gib Glück auf unsern Wegen; Flöß mir den reinen Trieb Des heilgen Geistes ein; Erhör mich, wenn ich ruf: AchGott, gedenke mein! 7. Ach Gott, gedenke mein! Ge denke mein im Leiben, Wann alles mich zuletzt Verläßt bei meinem Scheiden, So bitt ich, lasse dir Die Seel befohlen seyn In meiner To­desnoth; Ach Gott, gedenke mein! 8. Ach Gott, gedenke mein! Ja, ja, du willst gedenken; Du hast dem Schächer dort Die Gnade wollen schenken, Daß er noch selben Tag Im Paradies sollt feyn, Drum rufich anch mit ihm: Ach Gott, gedenke mein! 9. Nun, Gott gedenket mein, Er denket mein im besten; Dieß ist das schöne Wort, Das mich allein mag trösten. Jetzt fürcht ich keine Noth Und keine Angst noch Pein; Mein Rufen ist erhört, Mein Gott ge­

Adam, 1700.

3. Ach Gott, gedenke mein! Blick her zu deinem Kinde, Weil ich sonst nirgends Ruh Und Rettung beffer finde, Auch keine Hülfe weiß, Denn nur bei dir allein; Drum ruf ich allezeit: Ach Gott, gebente mein! 4. Ach Gott, gedenke mein! Zwar nicht an meine Sünde, Wodurch ich mich des Rechts Der Kindschaft selbst entbinde; Ach nein, im besten laß mich dir befohlen seyn, Gedenk an Gnad für Recht; Ach Gott, gedenke mein! 5. Ach Gott, gedenke mein! Bin ich ein Uebertreter, So ist mein Jesus da Als meiner Seele Retter. Will Sün­de, Höll und Tod Den Untergang mir dräun, So hilft er, weil ich denket mein! ruf: Ach Gott, gedenke mein!

Mel. Herr Jesu Christ, mein's.( Pf. 25.)

18. Nach dir, o Gott, verlanget| doch von meinem schweren Sünden­mich, Mein Gott, ich denke stets an dich; Zieh mich nach dir, nach dir mich wend, Aus Zion deine Hülfe send! 2. Die Sonnenblum folgt ihrer Sonn, So folg ich dir, o meine Wonn; Nur wünsch ich, daß ich könnte hier Ganz frei von Sünden folgen dir.

3. Doch leider hat der Sünde Gift Solch Uebel in mir angestift't, Daß fich der matte Geist nicht kann Da­vor recht schwingen himmelan.

4. Ach, wer wird mich befreien

joch? D Herr, ich sehne mich nach dir, Befreie mich und hilf du mir! 5. Es ist mein Will nach dir ge­richt't, Dech das Vollbringen mir gebricht; Und wenn ich auch hab guts gethan, Klebt doch unreines noch daran.

6. Gedenke, daß ich bin dein Kind, Vergib und tilge meine Sünd, Daß ich zu dir mit freiem Lauf Mich schwingen könne himmelauf.

7. Den Sinn der Welt rett in mir aus, Sey du mur Herr in meinem