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Gesangbuch für die evangelische Kirche in Württemberg : [nebst] Die Leidensgeschichte Jesu Christi aus den vier Evangelisten zusammengefaßt
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I. Allgemeine Gebetlieder.

Gott? Wer schützet mich auf meinen| stehn? Wie wollt ich auch im tiefften Wegen? Du bist es, Herr Gott ze- Leiden Nicht triumphirend weiter baoth! Du trägst mit meiner Sün- gehn? Und gings auch in den Tod denschuld Unsäglich gnädige Geduld. hinein, So will ich doch nicht trau­9. Demüthig füß ich deine Ruthe, rig seyn! Womit du mich gezüchtigt haft; Wie viel thut sie mir doch zu gute! Sie ist mir eine sanfte Last Und macht mich fromm und zeugt dabei, Daß ich dir lieb und theuer sey.( Ebr. 12, 6.) 10. Ich habe ja mein Lebetage Es schon so manchesmal gespürt, Daß du mich unter vieler Plage Getreu lich haft hindurchgeführt; Denn in der größesten Gefahr Ward ich dein Trostlicht auch gewahr.

11. Wie sollt ich nun nicht voller Frenden In deinem steten Lobe

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12. Ich will von deiner Güte sin­gen, So lange sich die Zunge regt; Ich will dir Freudenopfer bringen, So lange sich mein Herz bewegt; Ja, wann der Mund wird kraftlos seyu, So stimun ich nech mit seuf zen ein.

13. Ach nimm das arme Lob auf Erden, Mein Gott, in allen Gnaden hin! Im Himmel soll es besser wer­den, Wann ich bei deinen Engeln bin; Da bring ich mit der selgen Schaar Dir tausend Hallelujah dar! Menger, g. 1658 1734

Eigene Mel.( Pf. 103, 1-13.)

5. Womit soll ich dich wohl lo- send, tausendmal sey dir, Großer

König, Dank dafilr! dest

ben, Mächtiger Herr Zebacth? Sende mir dazu von oben Deines Geistes Kraft, mein Gott; Denn ich fann mit nichts erreichen Deine Gnab und Liebeszeichen. Tausend, tausendmal sey dir, Großer König, Dank dafür! sida

2. Herr! entzünde mein Gemüthe, Daß ich deine Wundermacht, Deine Gnade, Treu und Güte Froh er­hebe Tag und Nacht, Da von deinen Gnadengüssen Leib und Seele zeugen müssen. Tausend, tausendmal sey dir, Großer König, Dank dafür! 3. Denk ich, wie ich dich verlaffen, Wie ich häufte Schuld auf Schuld, So möcht ich aus Scham erblassen 6. D wie haft du meine Seele Vor der Langmuth und Geduld, Stets gesucht zu dir zu ziehn! Daß Womit du, o Gott, mich Armen ich nicht mein Heil verfehle, Soll Hast getragen aus Erbarmen! Tau| ich zu den Wunden fliehn, Die

4. Ach ja, wenn ich überlege, Mit was Lieb und Gütigkeit Dn durch so viel Wunderwege Mich geführt die Lebenszeit, So weiß ich kein Biel zu finden Noch die Tiefen zit ergründen. Tausend, tausendmal sey bir, Großer König, Dank dafür! 5. Du, Herr, bist mir nachgelau­fen, Mich zu reißen aus der Gluth; Denn da mit der Sünder Haufen Ich nur suchte irdisch Gut, Hießest bu auf das mich achten, Wonach man zuerst soll trachten. Tausend, tausendmal sey dir, Großer König, Dank dafür!