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Neues Gesangbuch zum Gebrauch der evangelisch lutherischen Gemeinden in der Grafschaft Hanau
Entstehung
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Anhang.

der mit dem Richter mich ver- Garben; muß ich hier Man­föhnt.

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gel leiden, dort werd ich satt von Freuden.

In Armuth.

Mel.: Auf meinen lieben.

591. Nein, murren_will ich nicht, Herr,

Mel.: Nun sich der Tag.

meine Zuversicht, daß ich nur 592. Du Liebest nicht der wenig habe! Des Glückes Menschen Leid; größte Gabe für dieses Bil- dich, Bater, bet ich an; du gerleben hast du mir, Herr, hilfst uns mit Barmherzigkeit, gegeben! wie du an mir gethan!

2. Mir ward das beste Theil; du bist mein Trost und Heil; in Trübsal, die ich leide, ist Jesus meine Freude. Ward mir nicht viel beschieden, ist doch mein Herz zufrieden.

3. Mein Heiland, Freund und Herr. wie arm, wie arm war der! Wie viel hat er ge­litten, eh er ganz ausgestrit­ten! Und er hat alle Plagen mit Heldenmuth getragen.

4. 3ch trag ihm seine Schmach als Jünger willig nach; und für den andern Morgen will ich nicht heidnisch sorgen. Er wird in allen Zei­ten mir meinen Tisch bereiten.

In glücklichen Um­ständen.

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2. Du richtest nicht nach unsrer Schuld; du übst des Christen Herz zur Unterwei­sung und Geduld, durch Furcht, Gefahr und Schmerz.

3. Lob, Preis und Dank, du endigst sie, und oftmals wunderbar! Herr, deiner Hülf vergeß ich nie, Gelübde bring ich dar!

4. Du lenkst die Herzen, die Natur, und dein ist ihre Kraft; du selbst eilst auf verborgner Spur mit dem, wasHülfe schafft.

5. Herr, was dein Schuß erhalten hat, sei dir zum Ruhm mir Heil! Den Brüdern sei Durch Liebes that von meinem Glück ein Theil!

5. Der Armuth Joch ist schwer. Kanns sein, so hilf 6. Vorm Mißbrauch, Herr, mir, Herr, von ihren harten bewahre mich durch deines Plagen! Sell ich sie länger Wortes Licht; es sei dein tragen, laß dieser Last Be­schwerden mir nicht zum Fall­strickt werden!

Arm mir fürchterlich, wenn Sünde mich anficht!

7. Auf dich, Herr, hilf mir 6. Nicht ewig währt mein trostvoll schaun, tommt noch Leid; es kommt die Rettungs- Gefahr und Noth, und dir zeit. Muß ich hier thränend durch deinen Sohn vertraun, darben, dort ernt ich reiche wenn endlich ruft der Tod.