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Neues Gesangbuch zum Gebrauch der evangelisch lutherischen Gemeinden in der Grafschaft Hanau
Entstehung
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Anhang.

mir, damit ich meine Wege Alter! Erhalte mein Gewissen unsträflich gehen möge!

rein; laß keinen meiner Tage sein, der nicht zu deiner Ehre geschmückt mit Tugend wäre!

2. Mein Herz, vom Laster­dienst noch rein, doch jung und unerfahren; wie leicht ge- 7. Ach, lehre mich den Werth blendet durch den Schein, der Zeit, daß ich sie nie ver­stürzt es sich in Gefahren! schwende; daß ich mit fluger Ach, mache mich mir selbst Thätigkeit auf Weisheit sie ver­bekannt! Herr, gib mir Weis- wende! Gott, meiner Jugend heit und Verstand, stets auf Fleiß und Müh laß nicht um­dein Wort zu schauen, und sonst sein; segne sie! Laß auch nie mir selbst zu trauen! durch mich auf Erden dein Werk gefördert werden!

3. Du pflanztest, Herr, in meine Brust die Triebe zum Vergnügen! Ach, stärke mich,

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den Hang zur Lust der Sünde Mel.: Ermuntre dich, mein. zu besiegen! Dein unausbleib­

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Einfamteit zu dir

liches Gericht vergesse meine 588. 3 will in meiner Seele nicht! O lehr mich mein Herz erheben; du selber fromme Freuden von eiteln wollst mir Freudigkeit, dich unterscheiden! anzurufen, geben! Vernimm, 4. Wenn sich auf meiner o Bater, mein Gebet, das Jugend Bahn, mich in ihr Netz zu ziehen, Berführer mei­ner Seele nahn, so laß mich klüglich fliehen! Ihr süßes Loden lenke nicht mein Herz von dir und meiner Pflicht! Ihr Spotten und ihr Lachen laß nie mich wanfend machen!

nicht aus falschem Munde geht; um deiner Liebe willen eil, Herr, es zu erfüllen!

2. Preis dir und Dank, mein Schöpfer, Gott, du gabst mir meine Seele! Preis dir und Dank, mein Mittler, Gott, bu starbst für meine Seele! Mein Leib ist doch nur Asch und Staub, nie wird mein Geist des Todes Raub. Wein erst Geschäft auf Erden sei,

5. Der Glaub an Jesum bleibe mir, o Gott, unendlich wichtig. Denn er macht mich gerecht vor dir, und meine Steige richtig! Nicht Zweifel, schön am Geist zu werden! die ein Herz erzeugt, das sich

laß

3. Gott, lehre du mich zur Sündenliebe neigt, noch eilen, ihn mit Weisheit aus­Lust zu widersprechen, zuschmücken: denn meine Tage meinen Glauben schwächen! fliehn dahin, gleich schnellen Augenblicken! Gib, daß zu trä­ger Tändelei mir meine Zeit zu kostbar sei, und laß es mir ge­lingen, sie nüßlich zuzubringen!

6. Der Tugend heilige mich ganz, mein Schöpfer und Er­halter; sie werde meiner Jugend Glanz und einst mein Trost im